Sonntag Kellerduell in Dörnberg

Bittere Niederlage für den 1. FC Schwalmstadt gegen SSV Sand

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Da kochten Emotionen hoch: Schwalmstadts Ricardo Seck (links) und der Ex-Schwalmstädter Antonio Bravo Sanchez im Sander Trikot schenkten sich im Zweikampf nichts.   

Ziegenhain. Für Trainer Atilla Güven war’s der Pfiff des Tages. Die Situation, die beim 2:3 (0:1) seines 1. FC Schwalmstadt in der Fußball-Verbandsliga gegen den SSV Sand der Wendepunkt war.

Ein Strafstoß, der die Gastgeber mitten ins Mark traf. Steffen Klitsch, Maximilian Schuch und Eric Wettels hießen die Hauptdarsteller in der Szene aus der 50. Minute. Sands Stürmer Klitsch erwies sich dabei als ausgebufft, weil er nach einem leichten Kontakt in ungefährlicher Position und mit dem Rücken zum Tor gen Boden sank. „Er wollte den Elfmeter, er hat ihn bekommen. Fallen muss er mit seinen knapp 1,90 Meter wohl nicht“, meinte Schwalmstadts Ricardo Seck. Der erst 19-Jährige Schiedsrichter Wettels und der unerfahrene FCS-Verteidiger Schuch zahlten Lehrgeld.

Egal war das Steffen Bernhardt, der den Elfmeter zum 1:1 verwandelte (50.). Das war der erste Gegentreffer für Torwart-Debütant Joel Ritter. Und der zweite folgte nur fünf Minuten später und kaum minder ärgerlich für die Gastgeber. Ein Lupfer von Tobias Oliev schien gut zu verteidigen, dennoch kam Steffen Bernhardt zum Abschluss. Richtig getroffen hatte das SSV-Urgestein das Leder nicht. Trotzdem trudelte es an den Innenpfosten und zur Sander Führung über die Linie (56.).

Schmeer hält Auswärtssieg fest

„Wir wollten den dritten Sieg in Serie unbedingt, haben Moral gezeigt und den Kampf gegen starke Schwälmer angenommen“, lobte SSV-Interimstrainer Michael Heimrich. Selbst nach dem 3:1 durch Pascal Itter nach einer Ecke von Antonio Bravo Sanchez (70.) waren die Gäste noch nicht durch. Denn mit der Hereinnahme von Janne Paul Suchomel kam noch mal frischer Wind. Und mit dessen erster Flanke der Anschlusstreffer durch Brian Mitchell (77.). Mit dem Ausgleich sollte es aber nichts mehr werden. Das lag an Johannes Schmeer. Sands Rückhalt parierte einen Kopfball von Fabian Seck (79.) und hielt überragend, als Vedran Jerkovic eine weitere Suchomel-Hereingabe veredeln wollte (90.+1).

Aus Sicht von Trainer Güven wäre selbst ein Remis zu wenig gewesen. „Wir hätten nicht einen, sondern drei Punkte verdient gehabt.“ Seine jungen Schützlinge hatten dem scheinbar übermächtigen Gegner lange getrotzt. Schwalmstadts Außen Leonard Freund (rechts) und Alexander Fey liefen Sands Verteidiger hoch an. Zentral setzten die schnellen Stürmer Leon Lindenthal und Brian Mitchell Nadelstiche und technisch versiert Akzente. 

Mit der Folge, dass der Tabellenvorletzte nach einer blitzsauberen Leistung vor der Pause verdient führte. Zum 1:0 hatte Lindenthal einen Sander Pass erlaufen und eiskalt flach getroffen (34.). Das ließ den FCS auf den dritten Saisonsieg hoffen. Solange, bis das tapfere Team von einem Pfiff mitten ins Mark getroffen wurde. Und nun am Sonntag als Tabellenvorletzter im Kellerduell beim punktgleichen Schlusslicht FSV Dörnberg gefordert ist.

Schwalmstadt: Ritter - Reitz, F. Seck, Schuch, R. Seck - Freund (76. Suchomel), Jerkovic, Liebermann, Fey - Lindenthal, Mitchell. 

Sand: Schmeer - Garwardt, Amert, Hohmann - Si. Bernhardt (59. Knigge), St. Bernhardt - Schmidt (75. Wissemann), Bravo Sanchez, Oliev, Itter - Klitsch (89. Dzaferi). 

SR: Wettels (Fulda). Z: 210. Tore: 1:0 Leon Lindenthal (34.), 1:1 Steffen Bernhardt (55., FE), 1:2 Steffen Bernhardt (56.), 1:3 Pascal Itter (70.), 2:3 Brian Mitchell (77.).

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