1. FC Schwalmstadt verliert unglücklich gegen TSG Sandershausen

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Verbissene Zweikämpfe: Hier wird der Schwalmstädter Jan Niklas Brandner (r.) vom Ex-Schwalmstädter Kevin Kutzner (TSG) attackiert.  

Ziegenhain. So grausam kann Fußball sein: Einmal gepatzt und das Spiel verloren. Entsprechend tief saß der Frust beim heimischen Verbandsligisten 1. FC Schwalmstadt. „Bei uns wird jeder Fehler sofort bestraft“, klagte Innenverteidiger Vedran Jerkovic.

Und bezog sich auf die 52. Minute. Kein strukturierter Angriff der TSG Sandershausen, eher ein Befreiungsschlag, der irgendwie bei Sascha Hebold landete. Der Mittelfeldspieler fackelte und nutzte den für diese Partie ungewöhnlichen Freiraum mit einem verdeckten Schuss ins lange Eck zum 0:1 - die Entscheidung.

Denn danach hatte der defensivstarke Gast alle Trümpfe in der Hand. Und spielte sie aus. Nicht schön, aber effektiv. Rührte auch dank der Auswechslungen von Trainer Friedhelm Janusch Beton an, an dem Schwalmstadts Angriffsversuche zerschellten. Allerdings fehlte der Schwälmer Offensive auch die nötige Durchschlagskraft gegen die zwei Fünferreihen des Gegners. „Wir hatten einfach zu viele Ballverluste im Zentrum“, monierte Trainer Güven den bisweilen recht hektischen Spielaufbau.

So blieb es bei (Halb-) Chancen von Leon Lindenthal (58. Seitfallzieher), Marcel Reitz (60. 18m-Schuss nach Solo drüber) und Ricardo Seck (88. kann Flankenball von Jan Niklas Brandner nicht mehr drücken). Zwischendurch verhinderte Torwart Alessandro Seck mit einer Glanzparade nach einem Bredow-Schuss (68.) die endgültige Entscheidung.

Dritter Zu-Null-Sieg in Serie

„Wir haben nur noch verteidigt“, war der TSG-Coach trotz des dritten Zu-Null-Sieges in Folge nicht zufrieden. Ihm fehlte in der Schlussphase die Entlastung über außen, was die Niederlage für seinen Kollegen noch schmerzlicher machte: „Schade. Die Mannschaft hat alles gegeben, ist aber nicht belohnt worden.“

Denn: Es wurde das von Atilla Güven prognostizierte Geduldsspiel. Die Partie mutierte phasenweise in ein reines Lauern auf des Gegners Fehler. Den Patt hätte in der Anfangsphase (3.) Brian Mitchell (FCS) auflösen können, als er frei vor und an Torwart De Coster scheiterte. Genauso wie auf der Gegenseite Bruno Luis bei dessen Großchance (32.). Doch der TSG-Stürmer traf aus drei Meter nicht genau genug, nachdem ihn Marc Zuschlag mustergültig bedient hatte.

Das war‘s aber auch schon mit den Blößen und den Möglichkeiten. Bis Sascha Hebold keine Gnade kannte. Womit aus dem erhofften Schwälmer Befreiungsschlag (nach dem ersten Saisonsieg gegen Willingen) ein erneuter Rückschlag wurde. Und Atilla Güven hatte sich das Geschenk der Mannschaft zu seinem 35. Geburtstag sicherlich auch ganz anders vorgestellt.

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