Mittwoch Hessenpokal-Spiel in Eschwege

Fehlstart für den 1. FC Schwalmstadt in der Nachspielzeit

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In die Parade gefahren. Schwalmstadts Neuzugang Marcel Reitz (Mitte) wird hier von Eschweges Simon Huhn gestoppt. 

Ziegenhain. Der Saisonstart ist misslungen: Über 90 Minuten lagen die Fußballer des 1. FC Schwalmstadt im Verbandsliga-Duell mit der SV 07 Eschwege auf Augenhöhe.

Und verloren unglücklich mit 0:1 (0:0), weil ein abgefälschter Schuss von Jan Kaufmann in der dritten Minute der Nachspielzeit unhaltbar für FCS-Torhüter Steffen Völker in den Maschen landete.

Zu einem Zeitpunkt, als sich alle Beteiligten sowie die 200 Zuschauer im Herbert-Battenfeld-Stadion längst mit einem torlosen Unentschieden abgefunden hatten. Das den Verlauf der Partie exakt abgebildet hätte. Denn beide Mannschaften hatten sich während weitgehend neutralisiert. Beide in einer 4:2:3:1-Grundordnung auftretend, versuchten die Gäste mit langen Bällen aus der Defensive auf die Außen Eser Kazak und Jan Kaufmann zum Erfolg zu kommen.

Einige Unsicherheiten von FCS-Außenverteidiger Maximilian Schuch richteten dabei keinen Flurschaden an, weil Fabian Seck und Vedran Jerkovic den Überblick behielten. Die Schwälmer ihrerseits klammerten sich an den Plan, mit viel Ballbesitz zum Erfolg zu kommen. Was auf dem trockenen und harten Geläuf selten gelang. „Wir haben hinten gut gestanden, sind viel gelaufen, müssen jedoch vorne mehr Chancen kreieren“, beschrieb FCS-Stürmer Leon Lindenthal zutreffend die Defizite im Mittelfeld und Angriff seiner Elf. Denn die wenigen Gelegenheiten durch Marcel Reitz (9.), Patrick Herpe (30.) und Lindenthal (43.) sowie Herpes Freistoß (66.) waren allesamt nicht zwingend.

Fast keine Chancen

Das galt indes ebenso für die Gäste von der Werra. Auch bei ihr genügte zum Aufzählen der Gelegenheiten lediglich eine Hand und nicht alle Finger. Angreifer Kazak entpuppte sich nämlich als Alleinunterhalter (20., 59., 80.). „Keiner wollte verlieren, dabei haben wir kaum etwas zugelassen. Doch ebenso wenig ist nach vorne gelungen“, sagte FCS-Trainer Atilla Güven.

Sein Gegenüber Rafal Klajnszmit ahnte früh: „Wir hier ein Tor schießt, der gewinnt“. Da wusste er noch nicht, dass es sein Team sein würde, welches sich mit einem glücklichen Treffer in der Nachspielzeit noch den Erfolg sichern würde. Zur Freude der Spielvereinigung 07, zur Enttäuschung bei den Gastgebern vor allem für Außenverteidiger Ricardo Seck und Mannschaftsbetreuer Willi Nickel, die beide gerne mit einem Sieg ihren Geburtstag gefeiert hätten.

Schon am Mittwoch besteht die Chance zur Revanche. Dann geht es für die Schwälmer um 19.30 Uhr in Eschwege um den Einzug in die zweite Runde des Hessenpokals.

FCS: Völker - Schuch, F. Seck, Jerkovic, R. Seck - J. Ide, Brandner - Lindenthal (88. Herndl), Herpe, Allerdings (70. Suchomel) - Reitz (70. L. Schwalm).

SVE: Göhler - Montag, Droszczak, Gadea Baringo, Vidal Gadeo - Kochanowski (60. Baldauf), Huhn - Kaufmann, Dreyer (70. Jung), Kazak - Bazzone (82. Tadeis Gambetta).

SR:Zuncke (Battenberg). Z:200.

Tor: 0:1 Kaufmann (90. + 3).

Von Bernd Knauf

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