Deutlicher Derbysieg

Fußball-Verbandsliga: CSC 03 Kassel entzaubert OSC Vellmar im Topspiel

Unermüdlich im Einsatz: Enes Glogic (Vellmar, rechts) schnippelt das Leder am heranstürmenden CSC-Kapitän Christoph Reuter gerade noch vorbei. Letztlich aber siegte Reuter mit seiner Mannschaft im Topspiel der Verbandsliga.
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Unermüdlich im Einsatz: Enes Glogic (Vellmar, rechts) schnippelt das Leder am heranstürmenden CSC-Kapitän Christoph Reuter gerade noch vorbei. Letztlich aber siegte Reuter mit seiner Mannschaft im Topspiel der Verbandsliga.

Wer hätte das gedacht: Im Topspiel der Fußball-Verbandsliga besiegte der Tabellenzweite CSC 03 Kassel den Spitzenreiter OSC Vellmar verdient mit 4:0 (0:0). Dabei überraschte vor allem das deutliche Ergebnis.

Für die Gastgeber um Trainer Lothar Alexi gab es zunächst eine Hiobsbotschaft: Der zweitbeste CSC-Torschütze Jaroslaw Matys fiel kurzfristig wegen Adduktorenproblemen aus. Für den Routinier kam Youngster Toni Lecke von Beginn an zum Einsatz.

Ein Abtasten hatten die Mannschaften nicht vorgesehen, beide Teams wollten direkt zeigen, warum sie an der Spitze der Liga stehen. Zwar gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch richtig brenzlig wurde es zunächst nur in der 13. Minute, als Vellmars Egli Milloshaj einen Freistoß aus 28 Metern knapp übers Tor setzte.

Nur drei Minuten später flankte Philipp Lesser von rechts, doch Milloshaj köpfte knapp am Tor vorbei. Dann aber die Gastgeber: Zunächst hämmerte Mario Wolf einen Freistoß aus 30 Metern knapp am OSC-Tor vorbei. Nur zwei Minuten später machte er es aus 25 Metern besser: Der Ball schlug für Torhüter Timon Dietrich unhaltbar im linken unteren Eck zur 1:0-Führung für die Rothosen ein.

Dann ereignete sich die vielleicht spielentscheidende Szene: Maximilian Werner wurde im Strafraum der Gastgeber vermeintlich von den Beinen geholt, Schiedsrichter Moritz Hämel zeigte auf den Punkt und zudem Roy Keßebohm die Rote Karte. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten nahm er die Entscheidung und den Platzverweis zurück, das Spiel wurde mit Abstoß fortgesetzt.

Weiterhin verlief die Partie auf hohem Niveau, beide Mannschaften spielten herzerfrischend offensiv. Fast aus dem Nichts markierte Christoph Reuter das 2:0 für sein Team, als er mit einem Heber ins lange Eck traf (42.). Im Gegenzug setzte Werner OSC-Torjäger Serkan Aytemür ein, der allerdings schoss über den Kasten von Torhüter Lukas Rudolph.

Nach dem Seitenwechsel verhinderte Keeper Rudolph mit einer Glanztat den Anschlusstreffer der Gäste, als er Enes Glogics Freistoß aus 22 Metern zur Ecke lenkte (55.). „Nach den beiden vergebenen Chancen kurz vor und nach der Pause war das Spiel gegen uns entschieden“, trauerte OSC-Coach Jörg Müller den vergebenen Möglichkeiten nach und ergänzte: „Gegen diese Abwehr war es dann auch richtig schwer, ein Tor zu erzielen.“ Nun hatten die Spieler von CSC-Trainer Alexi alles im Griff. Nach toller Vorarbeit des eingewechselten Christian Käthner köpfte Lecke zum 3:0 ein – die Entscheidung (65.). Auch den letzten Treffer der Partie bereitete Käthner vor und Joker Nico Schrader besorgte den 4:0-Endstand (77.).

„Wir hatten heute einen Plan, und den hat die Mannschaft in überzeugender Manier befolgt. Der Sieg ist verdient, über die Höhe müssen wir nicht reden“, lobte Alexi sein Team, das als einziges in der Liga ungeschlagen ist. (Horst Schmidt)

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