Enes Glogic bereitet Tor sehenswert vor

Fußball-Verbandsligist OSC Vellmar besiegt Bad Soden 1:0 nach großem Kampf

Hoch das Bein: Vellmars Enes Glogic (rechts) bereitete im Heimspiel gegen Bad Soden den Siegtreffer vor. In dieser Szene ist SG-Torwart Abdul Samed Ersöz aber knapp vor ihm am Ball.
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Hoch das Bein: Vellmars Enes Glogic (rechts) bereitete im Heimspiel gegen Bad Soden den Siegtreffer vor. In dieser Szene ist SG-Torwart Abdul Samed Ersöz aber knapp vor ihm am Ball.

Es ist ungewöhnlich, dass ein Stadionsprecher im Fußball den Vorbereiter nach einem Treffer erwähnt. Beim Heimspiel des OSC Vellmar gegen die SG Bad Soden war aber genau das nach dem 1:0 der Gastgeber der Fall. Und völlig verdient. Denn mit einem Geniestreich bereitete Enes Glogic das Tor von Serkan Aytemür vor. Die Vorarbeit war das Sahnehäubchen auf den 1:0 (1:0)-Sieg, die starke kämpferische Leistung des gesamten OSC-Teams die Basis dafür.

Vellmar - Aber was genau war direkt vor dem Goldenen Tor passiert? Die Vellmarer spielten in der 21. Minute einen Eckball kurz auf Glogic. Der Regisseur bekam den Ball mit dem Rücken zum Tor. Er drehte sich um 180 Grad um den Verteidiger Kevin Demuth herum. Und passte in die Mitte. Dort schob Aytemür ein. „Das hatten wir so eingeübt. Wir haben ein paar Eckenvarianten einstudiert und das war eine davon“, sagte der Siegtorschütze, der sowohl Glogics Vorarbeit als auch die kämpferische Einstellung seines Teams lobte.

In Vellmars starker erster Halbzeit gab die Führung noch mehr Auftrieb. Nach dem ausgeglichenen Beginn, bei dem sich beide Teams neutralisierten, war Vellmar nach dem 1:0 das eindeutig bessere Team. In der Defensive griffen die Gastgeber die SG schon in deren Hälfte an. Zudem verschob der OSC geschickt und machte die Räume eng. Weil die Hausherren zudem die nötige Aggressivität zeigten, erkämpften sie immer wieder den Ball im Mittelfeld. Und schalteten dann schnell um. Die Folge waren viele Chancen, die aber Glogic (18., 26.) und Linor Demaj (28., 30.) nicht zu einem weiteren Treffer nutzten. „Wir haben den Matchplan 1:1 umgesetzt. Wir wussten, dass sie spielen wollen und auch, dass wir einen Geschwindigkeitsvorteil haben“, sagte OSC-Trainer Jörg Müller.

Und was kam von Bad Soden? Immerhin Tabellenführer nach dem ersten Spieltag. Zwei abgeblockte Schüsse von Jaron Krapf. Mehr erspielte sich die SG gegen disziplinierte Vellmarer in der ersten Halbzeit nicht. Ganz anders präsentierten sich die Gäste aber direkt nach der Pause. In ihrer Drangphase hatten die Bad Sodener gleich vier große Chancen. OSC-Torwart Tobias Schlöffel hielt die Schüsse von Daniele Fiorentino (47.), Christian Pospischil (50.) und Demuth (60.) klasse. Zudem verzog Fiorentino aus guter Position (64.). Aber: Zwischenzeitlich traf Glogic (57.) auf der anderen Seite die Latte – und verpasste so nur knapp das 2:0.

In der 70. Minute endete die beste Phase der Gäste, obwohl sie offensiv wechselten und nun alles riskierten. Die Vellmarer kämpften um jeden Ball, ließen nichts mehr zu und hatten selbst Chancen – nach Kontern und Standardsituationen. Bei der besten Möglichkeit verpasste nach einem Kopfball von Aytemür Mitspieler Sebastian Wagener freistehend nur knapp (74.).

„In der zweiten Halbzeit haben wir etwas zu viel zugelassen. In der Summe ist der Sieg etwas glücklich, aber nicht unverdient“, sagte Trainer Müller. (Von Manuel Kopp)

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