Verbandsliga: Wiedersehen mit Wefringhaus für MFV beim Gastspiel in Sand

Geschenke unwahrscheinlich

Einst im Erfolg vereint, nun gegeneinander: Peter Wefringhaus (l.), mittlerweile Trainer des SSV Sand, sowie die Melsunger Sascha Beetz (r.) und Timo Rudolph (Zweiter v.r.). Manuel Kerst (Zweiter v.l.) spielt nicht mehr für den MFV. Foto: Kasiewicz

Melsungen/Sand. Die Erinnerung an seine alten Lehrer sind selten nur positiv. Was natürlich auch umgekehrt gilt. Peter Wefringhaus ist da wohl eine Ausnahme.

„Ich habe aus seiner Zeit viel mitgenommen“, sagt Sascha Beetz, zusammen mit Timo Rudolph Nachfolger des B-Lizenz-Inhabers, der fünf Jahre das Traineramt beim FV Melsungen 08 inne und den Torwart sowie den Abwehrspieler unter seinen Fittichen hatte. Der wiederum hält das neue Spielertrainer-Duo beim heimischen Fußball-Verbandsligisten für eine „richtig gute Lösung“. Denn: „Das sind zwei positiv Fußballverrückte, die ihren Weg gehen werden.“

Heute gibt‘s ein Wiedersehen, wenn der 40-Jährige mit seinem aktuellen Club, dem SSV Sand, auf die Bartenwetzer trifft (Anstoß 18.30 Uhr). Geschenke trotz aller Freundschaft ausgeschlossen. „Gerade gegen Freunde will man nicht verlieren“, sagt der SSV-Coach, zumal sein Team seit sechs Spielen ohne Sieg ist und endlich den Schalter umlegen will.

Was dem Gast beim 3:2-Sieg gegen SVA Bad Hersfeld eindrucksvoll gelungen, aber keineswegs eine Garantie für weitere spielerische Großtaten ist. Es fehlt den Melsungern an Konstanz – ein Problem, das auch schon der Beetz/Rudolph-Vorgänger hatte. Also vergleicht Sascha Beetz seine Elf schon mal mit einer „Wundertüte“, die nichtsdestotrotz ihr Saisonziel – ein einstelliger Tabellenplatz – immer noch im Blick hat. Und auch deshalb beim Tabellensiebten, der nach der Winterpause seinen Spielfluss verlor, auf Zählbares aus ist.

Wozu der MFV bis auf Daniel Frank, Aykut Seker und Kevin Hermansa auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann. Fraglich ist der Einsatz von Alexander Raabe, für den Henrik Heinemann bereits steht. Und wozu sich die Gäste wohl auf ein Kampfspiel einstellen müssen. „Taktisch gibt‘s da keine Geheimnisse, denn dafür kennen wir uns zu gut“, prophezeit Peter Wefringhaus. Und glaubt, „dass letztlich der gewinnen wird, der mehr investiert.“ Etwa in die Bewachung seiner torgefährlichen Offensivkräfte Tobias Oliev (bisher 14 Tore) und Steffen Bernhardt (11).

Da trifft es sich aus Gäste-Sicht natürlich gut, dass die mit frisch getankten Selbstvertrauen anreisen. „Wir gehen mit breiter Brust in die Partie“, sagt Innenverteidiger Philipp Ruppert. Auch ein Wefringhaus-Schützling, der gegen seinen Ex-Coach sicherlich besonders motiviert ist.

Von Ralf Ohm

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