Fußball-Verbandsliga: Aufsteiger gewinnt erstes Heimspiel gegen Hünfeld 5:3

FSV mit glanzvollem Sieg

Soeben ist das 2:0 gefallen: Kevin Richter (von links), Dennis Dauber, Serhat Bingül und Fabian Mannewitz (verdeckt ) feiern Dominik Richter. Foto:  Hofmeister

Dörnberg. Das erste Heimspiel für Fußball-Verbandsligist FSV Dörnberg gegen den Hünfelder SV begann wie folgt: Als Dirk Lotzgeselle die Kabine verließ und in Richtung Trainerbank unterwegs war, wurde er von einem treuen Fan angesprochen. „Dirk, gibt es heute einen Sieg unserer Mannschaft“, fragte ihn der 82-jährige Helmut Scheuermann. „Wir wollen ein gutes Spiel zeigen. Ein Punkt sollte schon rausspringen“, entgegnete der FSV-Coach dem Rentner.

Am Ende verbuchte der Aufsteiger drei Zähler. Dörnberg setzte sich gegen den favorisierten HSV mit 5:3 (2:0) durch.

250 Zuschauer im Bergstadion sahen eine interessante Partie und einen verdienten Sieg der Gastgeber.

Obwohl die Hünfelder optisch mehr vom Spiel hatten, hinterließen die neu eingekleideten und ganz in weiß spielenden Dörnberger den deutlich besseren Eindruck.

In der ersten Halbzeit defensiv sehr gut stehend, tauchten die Hausherren immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf. Und sie spielten ihre Angriffe zumeist erfolgreich zu Ende. So in der 24. Minute, als Florian Müller sich auf der rechten Außenbahn gegen seinen Widersacher Thorsten Trabert durchgesetzt hatte, bis zur Grundlinie lief und den Ball in die Mitte zum mitgelaufenen Pascal Kemper passte. Der Kapitän besorgte aus der Nahdistanz die Führung.

Sechs Minuten später gab Kemper die Vorlage zum 2:0. Dominik Richter war nach einem Freistoß mit dem Kopf zur Stelle.

Von Hünfeld ging insgesamt wenig Torgefahr aus. Die Weber-Elf blieb oft in der vielbeinigen und gut gestaffelten FSV-Abwehr hängen. Die einzige Chance im ersten Durchgang hatte Sebastian Schuch mit einem Kopfball, den FSV-Torwart Marius Schaub festhielt (42.).

Zwei Strafstöße

Auch nach dem Seitenwechsel spielte sich das Geschehen vorwiegend in der Dörnberger Hälfte ab. Der FSV aber präsentierte sich hinten zunächst weiter enorm stark. Als Müller an der Mittellinie gefoult wurde und sein Gegenüber Kevin Krieger nach einem Ellenbogencheck von Schiedsrichter Thomas Jozefczuk nur Gelb sah, drosch Florian Plettenberg den anschließenden Freistoß in den HSV-Strafraum, wo Kevin Richter den Ball direkt zum 3:0 verwertete (61.). Mitte der zweiten Halbzeit gab der Unparteiische einen Strafstoß. Christoph Neidhardt verwertete einen Handelfmeter (71.). Doch schon fast im Gegenzug stellte Kemper den alten Abstand mit einem verwandelten Foulelfmeter wieder her (74.). Serhat Bingül, der für den verletzten Philipp Schnegelsberg in der Viererkette spielte, wurde im Strafraum umgestoßen.

Die Schlussphase hatte es in sich. Die Dörnberger kamen mächtig ins Schwimmen, weil sie sich zu sehr zurückzogen. Schuch verkürzte nach einem Eckball (85.) und Krieger schoss nach Blublitz-Flanke ungehindert zum 3:4 ein (87.). Hünfeld drängte, doch die Gäste jubelten kein viertes Mal. Im Gegenteil. In der Nachspielzeit machte Kemper nach einem Abspielfehler von Sven Bambey mit seinem dritten Treffer die drei Punkte klar (90+3).

Während die Gäste schnell in der Kabine verschwanden, feierten die FSV-Spieler noch lange nach dem Abpfiff mit ihren Anhängern den Sieg. „Dörnberg hat klasse gekämpft“, lobte Helmut Scheuermann die Lotzgeselle-Elf. „Ich hatte sehr viel Freude am Spiel.“

Von Joachim Hofmeister

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