Jan Pohlmann im HNA-Interview über die Siegesserie des TSV/FC Korbach in der Fußball-Gruppenliga

„Haben es selbst in der Hand“

Im Frühjahr ist er noch mit dem TSV/FC abgestiegen, nun ist er optimistisch, dass es mit dem sofortigen Wiederaufstieg klappt: Jan Pohlmann. Archivfoto: Hofmeister/nh

Korbach. 14 Siege in Folge hat der TSV/FC Korbach zuletzt in der Fußball-Gruppenliga gefeiert. Damit sind die Kreisstädter auf dem besten Weg, die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga Nord zu schaffen. Wir sprachen mit Mannschaftskapitän Jan Pohlmann über die Erfolgsserie beim TSV/FC.

Herr Pohlmann, Glückwunsch zur Siegesserie: Sie haben als Kapitän Ihr Team ganz gut im Griff, oder?

Jan Pohlmann: Ich denke, da hat jeder seinen Teil beigetragen, dass wir im Moment so eine Siegesserie haben. Es gibt da keinen, der groß raus sticht. Wir rufen momentan als Team Woche für Woche unsere Leistungen ab und das macht sich jetzt bezahlt.

Der TSV/FC steht mit 46 Punkten souverän an der Spitze. Wie erklären Sie sich das?

Pohlmann: Zum einen haben wir schon alle jahrelange Verbandsliga-Erfahrung und es war auch unser erklärtes Ziel, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Wir hatten zwar nicht den besten Saisonstart, aber nach dem 0:3 in Beiseförth haben wir uns zusammen gerissen. Das war ein Weckruf für uns. Damit hätte ich natürlich auch nicht gerechnet, aber es ist um so schöner, dass wir zur Zeit so erfolgreich spielen nach dem Abstieg in der vergangenen Saison.

Nach 14 Siegen in Folge stellt sich ja die Frage, ob Korbach zu gut für die Gruppenliga ist…

Pohlmann: Man darf auch in der Gruppenliga niemanden unterschätzen. Es gab auch schon genug enge Spiele, die wir dann noch für uns entschieden haben. Es ist natürlich unser Anspruch, in der Verbandsliga zu spielen, dementsprechend wollen wir das auch angehen und weiterhin so spielen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir aber noch nichts erreicht, wir müssen auch in den verbleibenden Partien zusehen, dass wir die Punkte einfahren.

Wie groß ist der Anteil des Trainers am Erfolg?

Pohlmann: Jörg Büchse hat mit seiner ruhigen und sachlichen Art einen großen Anteil daran. Er versucht, alle Spieler mit ins Boot zu holen, auch die, die momentan nicht spielen. Das ist förderlich auch für das Mannschaftsgefüge und den Teamzusammenhalt. Er ist auch nicht unruhig geworden, als wir beispielsweise einen schlechteren Saisonstart erwischt hatten.

Nach 14 Siegen in Folge muss die Stimmung in der Mannschaft prächtig sein, oder?

Pohlmann: Nach 14 Siegen ist sie natürlich hervorragend, aber sie war auch letzte Saison immer gut. Unser Klima und die Stimmung im Team habe ich generell immer als sehr positiv empfunden. Spaß ist bei uns immer vorhanden, das gehört ja auch dazu.

Hat sich etwas durch den Erfolg im Team verändert?

Pohlmann: Wenn man so eine Siegesserie gestartet hat, ist natürlich das Selbstbewusstsein eine Ecke größer, als wenn man nur verliert. Wenn man so viele Spiele in Folge gewonnen hat, gewinnt man auch mal knappe Spiele, wie jetzt zum Beispiel in Kirchberg oder das Altenlotheim-Spiel. Wir haben diese Saison das Quäntchen Glück und wir wissen um unsere Stärke.

Glauben Sie, dass in Sachen Aufstieg noch etwas schief laufen kann?

Pohlmann: Das ist unser Ziel und ich glaube ganz fest daran, dass wir das auch schaffen. Es gilt jetzt, sich nicht auf den 46 Punkten auszuruhen. Wir müssen weiter arbeiten. Wir haben es selber in der Hand.

Sie haben den mauen Saisonstart angesprochen – einen Punktverlust gab es beim 0:0 zum Auftakt in Schrecksbach. Im Rückspiel am Samstag auf der Hauer haben Sie noch etwas gut zumachen…

Pohlmann: Wir haben uns vor der Winterpause vorgenommen, nochmal zwei Siege einzufahren. Einen haben wir gegen Beiseförth geholt und das gleiche wollen wir natürlich auch am Samstag gegen Schrecksbach schaffen.

Von Moritz Matern

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