Verbandsliga: Melsunger FV feiert nach 2:1 gegen Lieblingsgegner Bad Hersfeld den Klassenerhalt

Heinemann löst den Knoten

Sieht nach Handspiel aus: Mehr Mühe als erwartet hatte Melsungens Mario Kilian (rechts) im letzten Heimspiel der Saison gegen den SVA Bad Hersfeld, hier mit Simon Ewald. Foto: Hahn

Melsungen. Zweimal stand er richtig. Henrik Heinemann war der Matchwinner beim Fußball-Verbandsligisten Melsunger FV. Der Mittelfeldspieler traf beim 2:1 (1:1) gegen den SVA Bad Hersfeld doppelt. Mit dem Dreier spielen die Bartenwetzer auch in der nächsten Serie in der sechsthöchsten Liga.

Allerdings mussten die etwa 150 Zuschauer lange zittern, denn dominant trat der MFV gegen den Abstiegskandidaten aus der Kurstadt nicht auf. Zweimal verhinderte ein Stockfehler des schnellen Carlos Michel die frühe Führung. Und eigentlich versprang dem Flügelfitzer auch vor dem 1:0 der Ball. Doch der Stürmer sprintete hinterher und schob mit letzter Kraft auf den mitgelaufenen Heinemann durch – 1:0 (28.). Kurios: Zu dem Zeitpunkt stand noch nicht einmal ein gelernter Torwart im Kasten der Gäste. Stammkeeper Witold Sabela verletzte sich beim Aufwärmen, Feldspieler Andreas Pannek musste ins Tor – bis zur 40. Minute. Da wurde dann plötzlich Mehmet Mercimek eingewechselt. Der Schlussmann war eigentlich mit der Kreisoberliga-Mannschaft der Hersfelder unterwegs. „Er hat sich ins Auto gesetzt und ist nach Melsungen gefahren. Bei uns ging am heutigen Tag so ziemlich alles schief“, sagte ein geknickter Hersfeld-Coach Frank Ullrich.

Denn die Lullusstädter hatten sich auf der Freundschaftsinsel viel vorgenommen, wollten das Spiel gegen ihren Angstgegner auf keinen Fall abschenken. In der ersten Hälfte hielten sich die wenigen Chancen auf beiden Seiten die Waage. Die größte Möglichkeit vergab der beste Spieler auf dem Platz, Daniel Hanslik (wechselt zu Hessenliga-Aufsteiger SV Steinbach), frei vor Sebastian Nödel.

In der zweiten Hälfte nahm das Niveau weiter ab. Bälle wurden auf beiden Seiten oft planlos nach vorne geschlagen. Gefahr kam immer dann auf, wenn Hanslik an den Ball kam. So auch in der 51. Minute als der Außen Kevin Hermansa vernaschte und zum 1:1 einschob (51.). Stürmer Sebastian Schuch hatte in der Folge noch weitere Chancen, köpfte einmal knapp über das Tor (63.). Und Melsungen? „Unser Akku war einfach leer“, sagte MFV-Coach Sascha Beetz. Ein Geisteblitz von Mario Kilian, der einen langen Pass in die Spitze spielte und der Geschwindigkeit von Heinemann waren es zu verdanken, dass im letzten Heimspiel der Saison doch noch gefeiert wurde (75.). • MFV: Nödel - Raabe, Ruppert, Wenderoth, Hermansa - Bajic, A. Schmidt (60. Zimmermann) - Heinemann Kilian (77. Haas) - Michel (77. H. Schmidt), Frommann. Bad Hersfeld: Pannek (bis 40. Minute im Tor) - Ewald, Schreiber, Ebinger, Mainz (40. Mercimek) - C. Wiegand, S. Wiegand (75. Pfeifer), Ullrich (75. M. Schuch), Müller-Siebert, Hanslik - S. Schuch. SR: Rabe (Burgwald) - Z. 150 Tore: 1:0 Heinemann (28.), 1:1 Hanslik (51.), 2:1 Heinemann (75.).

Von Daniel Schneider

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