Verbandsliga: Schwalmstadt leistet sich gegen Hünfeld zu viele Aussetzer in Abwehr

Herpe-Führung hält nicht

Alleine gelassen: Schwalmstadts Brian Mitchell (Mitte) wird hier von gleich drei Hünfelder Gegenspielern (Manuel Kröning, Sebastian Schuch und Marek Weber) umzingelt. Foto: Kasiewicz

ZIEGENHAIN. Zweites Heimspiel, zweite Pleite, zum zweiten Mal vier Gegentore kassiert: Nach drei Aussetzern innerhalb von sieben Minuten, garniert mit einem Strafstoßtor kassierte Fußball-Verbandsligist 1. FC Schwalmstadt eine 1:4 (1:0)-Niederlage gegen den Hünfelder SV.

„Jeder von uns muss über 90 Minuten Gas geben und nicht nur eine Halbzeit lang“, beschrieb Steven Preuß das entscheidende Manko seiner Elf, die sich vom Doppelschlag des ehemaligen Schwalmstädters Sebastian Schuch (55.) sowie Maximilian Fröhlich (56.) nicht mehr erholen konnte. Und damit auch die 1:0-Führung durch Patrick Herpe aus der ersten Halbzeit (19.) verspielt hatte.

Sieben Minuten zuvor noch knapp gescheitert, beförderte Schuch einen Krieger-Eckball gegen die nachlassende FCS-Defensive zum 1:1 in die Maschen. Den zweiten Treffer verdienten sich die Gäste mit dem schönsten Angriff des Nachmittags: Fröhlich vollendete das Direktspiel über Steffen Witzel und Marek Weber zum zweiten Treffer für den HSV. Damit kippte die Begegnung endgültig zu Gunsten der Haunestädter.

„Wir waren nicht mehr präsent, haben schlecht gegen die vielen hohen Bälle verteidigt“, analysierte FCS-Trainer Harald Hauer. Und musste nur fünf Minuten später zuschauen, wie Christoph Neidhardt im Schwälmer Fünfmeterraum einen Lattentreffer Webers zum 3:1 für die Gäste (61.) im Nachsetzen versenkte. Auch hier wirkte die Abwehr der Hausherren alles andere als souverän.

„Wir müssen offensiver spielen auf diesem trockenen Platz“, hatte HSV-Trainer Dominik Weber seiner Elf in der Halbzeitpause mit auf den Weg gegeben. Die Marschroute wurde befolgt. Denn von nun an gingen die Gäste aggressiver zu Werke, entwickelten mehr Druck und verpassten den Hausherren mit dem von Fatih Celiksoy an Witzel verursachten und von Lukas Budenz verwerteten Foulelfmeter zum 4:1 den endgültigen K.o. (84.).

Damit drehte der Aufstiegsfavorit eine Partie, in der der Gastgeber in der ersten Halbzeit noch leichte Vorteile gehabt hatte. Da hatten sich beide Teams weitgehend neutralisiert mit den besseren Chancen für den FCS: Kapitän Preuß verpasste eine Hereingabe von Ricardo Seck nur knapp (13.), wenig später köpfte Patrick Herpe eine Cetinkaya-Flanke zur verdienten 1:0-Halbzeitführung ein (19.). Da ahnte im Herbert-Battenfeld-Stadion noch niemand, dass die Schwälmer schon ihr Pulver verschossen hatten. • Schwalmstadt: Nikocevic - R. Seck, Lerch, F. Seck, Kutzner - Celiksoy, Lutz (67. Gerstung) - Wolf (62. Lindenthal), Preuß (68. Mitchell), Cetinkaya - Herpe. Hünfeld: Ernst - Wahl (82. Faulstich), Belaarbi (68. Yildiz), Krenzer, Witzel - Budenz, Krieger - Weber, Schuch, Fröhlich - Neidhardt (77. Kröning). Tore: 1:0 (19.) Herpe, 1:1 (55.) Schuch, 1:2 (56.) Fröhlich, 1:3 (61.) Neidhardt, 1:4 (84.) Budenz. SR: Haustein (Buseck). Zuschauer: 250

Von Bernd Knauff

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