Junglöwen ringen Gegner nach 45 Minuten in Unterzahl nieder

2:1 - KSV Hessen II überzeugt gegen SVA Bad Hersfeld

Nicht zu halten: Junglöwen-Stürmer Marco Dawid (links) setzt sich beim 2:1-Erfolg von Hessen Kassel II gegen SVA Bad Hersfeld im Laufduell gegen Alexander Ebinger durch. Foto: Schachtschneider

Kassel. Trotz typischen Novemberwetters bereuten die Zuschauer ihr Kommen nicht, denn was die Junglöwen beim 2:1-Sieg gegen SVA Bad Hersfeld im Spiel der Fußball-Verbandsliga boten, war schon sehenswert.

Die Höhepunkte bei dem offenen Schlagabtausch, den sich die beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit auf dem Kunstrasenplatz boten, reduzierten sich zwar nicht nur auf die letzten fünf Minuten vor der Pause, doch da passierte einiges. Zunächst erzielte Nima Latifiahvas die 1:0-Führung (41.), als die Gästeabwehr unter Druck gesetzt wurde und den Ball nicht wegbekam. Nur eine Minute später hatte der agile Marco Dawid das 2:0 auf dem Fuß, doch er verzog nach einem Konter. Wieder nur 60 Sekunden später zog KSV-Abwehrchef Jens Wörner die Notbremse gegen Roger-Jan Domachowski und sah dafür Rot. Den fälligen Foulelfmeter holte Torhüter Christoph Winterhagen gegen Andreas Pannek überragend aus dem unteren linken Eck.

Zwar machten die Gäste nach der Pause mächtig Druck und versuchten ihr Überzahlspiel auszunutzen, doch die Junglöwen hielten mit einer großen Laufbereitschaft dagegen. Bevor Winterhagen einen Schuss von Hersfelds Julian Wehner (64.) aus dem Winkel holte, hatten seine Mitspieler schon eine Reihe guter Kontermöglichkeiten vergeben.

Dann doch die 2:0-Führung: Nach einer Ecke von Tobias Bredow konnten sich die Gäste nicht befreien und Murat Osmanoglu gelang mit feinem Drehschuss aus 10 Metern die Vorentscheidung (65.). Nun machten die Gäste noch mehr Druck, ohne allerdings die gut organisierte Defensive der Hessen in Schwierigkeiten zu bringen.

Im Gegenteil: Auch jetzt hatten die Spieler von Trainer Karl-Heinz Wolf die besseren Einschussmöglichkeiten, allein Bredow hatte zwei gute Chancen, und die Größte sollte noch kommen. Als Kassels Bester, Marco Dawid, eine scharfe Flanke vors Tor brachte, gelang es dem eingewechselten Muhammed Gülsen nicht, Gästetorhüter Witold Sabela zu überwinden (81.).

Jetzt waren noch mal die Gäste dran. Zunächst scheiterte Domachowski am Außenpfosten (84.), bevor Sebastian Schuch eine Unaufmerksamkeit der Löwen-Abwehr zum 2:1-Endstand nutzte (88.).

Während Gäste-Trainer Ante Markesic enttäuscht feststellte: „Hinten haben wir ständig gewackelt und vorn hatten wir keine Durchschlagskraft“, freute sich sein Gegenüber Karl-Heinz (Ede) Wolf: „Aufgrund einer ganz starken Mannschaftsleistung haben wir trotz 45-minütiger Unterzahl verdient drei wichtige Punkte geholt.“

Von Horst Schmidt

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