Melsunger FV: Mit Michel, ohne Rading - Kilian vom Torjäger zum Torvorbereiter

Hinspiel „gutes Omen“

Trickreich und mit überraschenden Momenten: So wie hier gegen Eschweges Stephan Montag (r.) soll Mario Kilian auch gegen Rothwesten auftrumpfen. Foto: Hahn

Melsungen. Zu seinem Amtsantritt hatte sich Melsungens Trainer Hubert Schramowski eine „Serie“ gewünscht. Genau die könnte der heimische Fußball-Verbandsligist einläuten, wenn er dem ersten Sieg nach 13 erfolglosen Spielen gegen den TSV Rothwesten (So. 15 Uhr, Freundschaftsinsel) den zweiten folgen lässt. Und damit das 2:1 bei Bosporus Kassel veredelt.

„Wenn wir jetzt nicht nachlagen, ist dieser Sieg nichts wert“, weiß MFV-Angreifer Mario Kilian. Der zum Torvorbereiter mutierte Torjäger, der an allen drei MFV-Treffern nach der Winterpause beteiligt war. Seinem Coach Hubert Schramowski freut‘s. Und fordert: „Mario muss sich noch mehr beteiligen. Er soll sich ruhig fallen lassen und die Bälle verteilen.“ Als hängende Spitze oder verkappter Zehner, „der immer etwas Überraschendes drauf hat.“

Dem 27-Jährigen ist es gleich, wer die Tore macht. Und hofft trotzdem darauf, seine bisher bescheidene Ausbeute (sieben Treffer) verbessern zu können. Seinen Treffer zum 1:1 beim 3:2-Hinspielsieg in Rothwesten sieht der filigrane Stürmer als „gutes Omen“ für das wegweisende Rückspiel, zumal das Ende der Misserfolgsserie „auch meinen Kopf frei gemacht hat.“

Der TSV reist mit einer 1:7-Heimschlappe in Flieden im Gepäck an. Rotsünder Christoph Herbst wird im Tor durch Max Annemüller ersetzt, weiterhin kann Trainer Gerhard Siewert vielleicht auf die wiedergenesenen Robert Omazic und Yannick Fischer zurück greifen. „Wir wissen, um was es geht. Melsungen weiß das aber auch“, sagt er in Erwartung eines umkämpften Abstiegskrimis.

Bei dem der MFV auf Niklas Rading (Hüftverletzung) verzichten muss, dafür aber wieder auf den offensiven Carlos Michel zurückgreifen kann, der nach seiner Sperre sein Comeback im Melsunger Team feiern könnte.

Ein zarter Hinweis auf eine etwas offensivere Ausrichtung der Bartenwetzer? Keineswegs. „Hinten muss erstmal Beton angerührt werden“, sagt der MFV-Trainer. In der Hoffnung, dass Mario Kilian vorn mal wieder etwas Besonderes gelingt. Und daraus ein Tor wird. Erzielt von wem auch immer. (ohm)

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