Verbandsliga-Derby: MFV setzt diesmal auf die Doppel-Sechs

Hoffnungsträger Preuß

Treffen wieder aufeinander: Melsungens Boris Bajic (vorne) und Schwalmstadts Fabian Seck. Foto: Hahn

Mengsberg/Melsungen. Das Schwalm-Eder-Derby in der Fußball-Verbandsliga lockt heute (18.30 Uhr) nach Schwalmstadt, wenn der Vizemeister des Vorjahres auf den Melsunger FV trifft.

1. Die Bilanz: In den vergangenen Jahren verliefen die Duelle immer recht ausgeglichen mit Vorteilen für den heutigen Gastgeber. Letzte Saison war aber der FCS klarer Derbysieger. Das Hinspiel - ebenfalls zu Saisonbeginn - gewann der damalige Hessenliga-Absteiger 3:0 (Tore: Serkan Erdem, Fabian Seck und Jan Henrik Wolf). Das Rückspiel endete torlos. Der letzte Derbysieg vom MFV in der Verbandsliga liegt schon etwas weiter zurück: Am 17. November 2013 hieß es 2:1. Doppeltorschütze damals war Mario Kilian, der heute auch wieder dabei ist.

2. Die Form: Der Begriff „durchwachsen“ ist wohl für den Saisonstart der beiden heimischen Teams erfunden worden. Die Abläufe beim letztjährige Vizemeister aus Schwalmstadt passen noch nicht. „Wir sind kein Meisterschaftsfavorit. Dieses Thema wurde von anderen hereingetragen“, sagt FCS-Coach Harald Hauer.

Beim MFV könnte der Knoten nach dem erkämpften 2:1-Erfolg beim starken Aufsteiger Baunatal geplatzt sein. „Kämpferisch passt das soweit bei uns. Aber wir lassen noch zu viele Chancen zu“, kritisiert MFV-Coach Timo Rudolph.

3. Das Personal: Hält die Wade oder hält sie nicht? Auf Kapitän Steven Preuß liegen die Hoffnungen beim FCS. Der Mittelfeldmotor ist noch nicht hundertprozentig fit. Möglich, dass seine Kraft nicht für 90 Minuten reicht. Sicher fehlen wird Torwart Mario Wörmann (Urlaub) und Stürmer Benedikt Jäckel (Knie).

Beim MFV fallen Henrik Heinemann und Neuzugang Jan Hille aus. Marc Wenderoth ist noch im Urlaub. Maximilian Lohne ist angeschlagen.

4. Die Taktik: Etwas defensiver will der MFV das Spiel angehen. „Wir stellen eventuell auf eine Doppel-Sechs um, damit wir das Zentrum dicht bekommen“, verrät Rudolph. Gegen Baunatal standen zuletzt fünf Stürmer auf dem Platz, die auch auf den Außenbahnen aushalfen. Das klappte nur bedingt.

Der FCS will hingegen offensiver in der Grundausrichtung in das Spiel gehen. „Wir haben ein Heimspiel. Wir spielen nach vorn“, sagt Hauer.

5. Die Perspektive: Knüppeldick kommt es für den FCS nach dem Derby. Denn es warten die Spitzenteams aus Bad Soden (auswärts) und der SSV Sand (zuhause). Umso wichtiger erscheint ein Derbysieg.

Die Bartenwetzer empfangen am Sonntag „Lieblingsgegner“ Lehnerz II. Auch das folgende Programm (Eschwege, Bosporus, Rothwesten) erscheint machbar.

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