Vier Gründe warum der MFV so stark ist

Jeder muss mal die Bank drücken

Torwart des MFV: Sascha Beetz

Melsungen. Bis auf den vierten Tabellenplatz hat sich Fußball-Verbandsligist Melsunger FV vor dem Verfolgerduell gegen Hessenliga-Absteiger Buchonia Flieden (So. 15 Uhr, Freundschaftsinsel) vorgearbeitet. Dafür gibt es auch vier gute Gründe.

1 .Der große Kader: Es dürfte in der Verbandsliga so gut wie einmalig sein, dass eine Mannschaft regelmäßig im Training Elf gegen Elf spielen kann. Für den MFV ist das in dieser Serie Normalität. „Jetzt können wir auch mal Angriffe gegen eine Viererkette testen“, sagt MFV-Coach Timo Rudolph. Zudem gibt es im Training mehr Verschnaufpausen und im Umkehrschluss erhöhte Intensität bei den Übungen. Das wäre allerdings nichts wert ohne Punkt Nummer 2.

2. Die Motivation: Durch die guten Neuzugänge wurde der Konkurrenzkampf erhöht. „Sascha Beetz und ich müssen oft lange grübeln, wen wir draußen lassen“, sagt Rudolph. Denn die Trainingsbeteiligung ist hoch, ebenso wie die Motivation. Kein Spieler möchte am Spieltag draußen sitzen. Getroffen hat es aber schon jeden: Stürmer Mario Kilian, Abräumer Boris Bajic und Taktgeber Christoph Grunewald. Alle saßen schon mal auf der Bank. „Ein ungewohntes Gefühl“, sagt dazu Torjäger Kilian (schon sechs Treffer). Der saß gegen Lehnerz (2:0) auf der Bank und gab die Antwort auf seine Weise: Vier Treffer gelangen dem Melsunger in den nächsten drei Spielen. „Der Konkurrenzkampf ist wahrscheinlich der Schlüssel. Es lässt sich keiner hängen“, sagt Rudolph. Außerdem können er und Beetz ohne Qualitätsverlust wechseln, auch mal einen Florian Korell als Edeljoker ins Rennen werfen. „Vor allem sind alle topfit, was bei dem momentanen Wetter schon den Unterschied ausmachen kann“, sagt Beetz.

3. Der Torwartfaktor: Mit Sascha Beetz und dem derzeit verletzten Sebastian Nödel hat der MFV das vielleicht beste Torhütergespann der Liga. Beide waren in dieser Saison dafür zuständig, dass der MFV selbst dann siegt (in Baunatal, gegen Lehnerz) oder wenigstens punktet (in Eschwege), wenn es gar nicht rund läuft. Hinzu kommt die starke Innenverteidigung um Kapitän Hendrik Schmidt, Jan Hille und Marc Wenderoth, die aus dem Spiel nur wenig zulässt.

4. Mario Kilian: In Topform präsentiert sich der 27-Jährige in den vergangenen Partien, traf in Rothwesten sogar von Höhe der Eckfahne. „Eine Erklärung für meine Form habe ich nicht. Ich denke, die gesamte Mannschaft hat einfach einen Lauf“, sagt der Sechs-Tore-Mann, der allerdings am Sonntag im Griechenland-Urlaub weilt und gegen Flieden fehlen wird. Dann müssen eben gegen die Osthessen die Punkte eins bis drei greifen. Foto: nh

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