Melsunger FV 08: Positive Wechselbilanz sorgt für neuen Konkurrenzkampf um die Stammplätze

„Jeder Spieler muss Gas geben“

Mit frischen Kräften in die neue Saison: die Neuzugänge des MFV 08 mit (stehend von links) Christian Riemenschneider, Christian Dobler-Eggers, Spielertrainer Sascha Beetz, Spielertrainer Timo Rudolph, (knieend) Max Germeroth, Szaboles Szaraz, Jan Hille und Dominik Kolodziej. Es fehlen Niklas Rading, Marvin Haas und Florian Korell. Foto: Hahn

Melsungen. Der Satz steht und geht alle Mal als Versprechen durch. „Das wird uns nicht wieder passieren“, sagen Sascha Beetz und Timo Rudolph, die beiden Spielertrainer des Melsunger FV, unisono. Gemeint ist solch‘ eine verheerende Rückrunde wie in der letzten Saison, als der Melsunger FV 08 von fast ganz oben (dritter Platz) bis fast ganz unten in der Tabelle durchgereicht wurde, dabei personell arg improvisieren musste und so nur knapp dem Abstieg entging. Diesmal hat der heimische Fußball-Verbandsligist vorgesorgt. Mit einer Aufstockung des Kaders, der eine „positive Wechselbilanz“ (Rudolph) zur Folge hat.

„Der Konkurrenzkampf wird all‘ unsere Probleme lösen“, erklärt Sascha Beetz. Denn: „Jeder muss im Training Gas geben, damit er in der Stammelf steht.“ Schließlich ist jede Position doppelt besetzt, wurden die drei (kurzfristigen) Abgänge von Carlos Michel, Alex Schmidt und Philipp Ruppert mehr als wett gemacht. Durch drei gestandene „Neue“ (Korell, Hille, Szaras), zwei Aufrückern aus der zweiten Mannschaft (Germeroth, Riemenschneider), einem hoffnungsvollen Talent vom VfL Kassel (Dominik Kolodziej) und drei Spielern aus der eigenen A-Jugend, von denen Marvin Haas schon über Verbandsliga-Erfahrung verfügt. „Nun können wir statt fünf gegen fünf neun gegen neun im Training spielen“, freut sich Kapitän Hendrik Schmidt. Auch darüber, dass der kopfballstarke Antreiber wieder ins Mittelfeld rücken kann, nachdem er in der letzten Saison in der Innenverteidigung aushelfen musste.

Eine weitere Konsequenz: ein neues Spielsystem, neben dem gewohnten 4:4:2 ein 4:3:3. Ein „Tribut“ an die erfreuliche Auswahl an Offensivspielern. Den zuletzt „Gesetzten“ Mario Kilian, Nick Krug oder Tobias Frommann müssen dabei ihren Status als Stammspieler gegen Gruppenliga-Torjäger Florian Korell sowie die in der Kreisoberliga so treffsicheren Christian Riemenschneider und Szablos Szaras verteidigen, wodurch Beetz/Rudolph endlich mal wieder auch über echte Mittelstürmer verfügen.

Sie sollen auf gepflegte Art mit torreifen Vorlagen gefüttert werden. „Wir wollen uns durchs Mittelfeld kombinieren, lange Bälle sind tabu“, lautet die Vorgabe von Timo Rudolph, der sich selbst als Spieler ganz hinten anstellt: „Zur Not bin ich bereit.“ Sein Kollege will sich dagegen dem Konkurrenzkampf mit Torwart Sebastian Nödel, dessen Verbandsliga-Stern in der letzten Saison aufging, unterwerfen.

Trotz dieser rosigen Aussichten ist beim Saisonziel eher Zurückhaltung angesagt: An die starke Hinrunde der letzten Saison anknüpfen, dann das Niveau halten, was letztlich in einen „einstelligen Tabellenplatz“ (Schmidt) münden soll. Ungeachtet dessen weiß Sascha Beetz aber auch, „dass wir jetzt liefern müssen.“ Denn personell wurden ihm und Timo Rudolph für deren dritte Verbandsliga-Saison als Spielertrainer fast alle Wünsche erfüllt.

Von Ralf Ohm

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