Mit dem Rückkehrer und ehemaligen Regionalligaspieler erhöht sich die Qualität

Junglöwen: Wolf lobt Ochs

Trainer der Junglöwen: Karl-Heinz Wolf. Foto: nh

Kassel. Es hätte schlechter laufen können für René Ochs bei seiner Rückkehr zum KSV Hessen Kassel. Im ersten Spiel nach der Winterpause und seinem Wechsel vom FC Bosporus zur Löwen-Reserve traf der Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Woche 31 Jahre alt geworden ist, prompt zum 1:0 gegen den TSV Mengsberg. Am Ende siegte der Tabellensechste der Fußball-Verbandsliga 2:0.

Für Karl-Heinz Wolf, den Trainer der Löwen-Reserve, war Ochs’ Einstand nach Maß kein Wunder: „Er hat im Training sofort überzeugt, die Situationen sehr schnell erfasst. Dazu kommen die Passsicherheit im hohen Tempo und die extrem positive Einstellung.“ Viel mehr Gutes lässt sich über einen Neuzugang kaum sagen.

Dass Ochs nun wieder für die Junglöwen aufläuft, bezeichnet Wolf als eine Überraschung für beide Seiten. Die Karrieren des Spielers und des Trainers kreuzten sich bisher nicht. Als Wolf schließlich mitbekam, dass Ochs Interesse an einer Rückkehr hat, überlegte er kurz. Nach einem Gespräch mit Ochs war schließlich klar: Er kann der zweiten Mannschaft des KSV weiterhelfen – obwohl Wolf seine Mannschaft als Ausbildungsteam versteht. Aber: „Die Jüngeren können von ihm was abschauen“, sagt Wolf.

Zumal Ochs sehr schnell einen sehr vertrauten Eindruck hinterließ. Kein Wunder: Seine KSV-Geschichte ist lang. 2008 kam der ehemalige Baunataler über die Reserve des 1. FC Kaiserslautern und Borussia Fulda zurück in seine Heimatstadt. Er gehörte einem unter Trainer Mirko Dickhaut neu zusammengestellten Team an, das in der Regionalliga für Furore sorgte und nur knapp den Aufstieg in die Dritte Liga verpasste. Gemeinsam mit dem mittlerweile beim Hamburger Bezirksligisten SC Poppenbüttel aktiven Dennis Tornieporth bildete Ochs eine Flügelzange, die Torgefahr ausstrahlte und die die Attraktivität des KSV-Spiels enorm steigerte.

Starker Zweikämpfer

Nach 121 Spielen schloss sich Ochs 2012 dann freiwillig der zweiten KSV-Mannschaft an – auch um mehr Zeit für die Familie zu haben, nachdem er gerade Vater geworden war. Schließlich ging er 2013 zum FC Bosporus. Und nun wieder der KSV in der Verbandsliga. Interessant: Ochs gibt jetzt nicht mehr den schnellen Außenspieler, sondern spielt auf der Position des Sechsers. Für Trainer Karl-Heinz Wolf hat er gleich im ersten Spiel voll überzeugt: „Er hat fast alle Zweikämpfe gewonnen und sehr gute Pässe gespielt.“

Damit bleibt festzuhalten: Wolf lobt Ochs bei den Junglöwen. Das alles scheint tierisch gut zu funktionieren.

Von Florian Hagemann

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