1:3 - Melsungen kann SVE-Torjäger Schulz nicht stoppen

MFV kalt erwischt

Felix

Melsungen. Die Melsunger hätten Felix Schulz eigentlich auf der Rechnung haben müssen. Schließlich hatte der Angreifer ihnen schon im Hinspiel beide Tore beim Eschweger 2:0-Erfolg eingeschenkt. Und seitdem munter weiter getroffen. Bis zum Rückspiel 22 Mal. Alles offenbar nicht Warnung genug für den heimischen Fußball-Verbandsligisten. Nur wenige Sekunden waren gespielt, da durfte der 19-Jährige schon wieder jubeln. Und avancierte nicht nur deshalb zum Matchwinner der Gäste bei deren 3:1 (2:0)-Erfolg.

„Da haben wir wohl noch geschlafen“, kommentierte MFV-Kapitän Schmidt den gegnerischen Blitzstart: Anstoß, drei Pässe und Felix Schulz vollendete staunend beobachtet von den tatenlosen Gastgebern. Ein geplanter Überfall, wie der Torschütze mit einem verschmitzten Lächeln bekannte, „der diesmal perfekt geklappt hat.“ Auch das hätten die Bartenwetzer wissen und verhindern können.

Nun liefen sie erstmal der Musik hinterher, die von Eschwege gespielt und weiterhin von ihrem überragenden Sturmtalent dirigiert wurde. Nach zwei vergebenen Chancen, die beide von Torwart Nödel vereitelt wurden, traf er nach 27 Minuten per Freistoß zum 0:2. Dass es bis zur Pause dabei blieb, war aus Melsunger Sicht die einzig positive Nachricht, „denn wir hätten durchaus noch zwei oder drei Tore mehr machen können“ (Schulz).

Das schien sich zu rächen, als sich die Gastgeber nach der Pause endlich aufrappelten und den Gegner entschlossen unter Druck setzten. Das Resultat: Vier hochkarätige Chancen und ein Tor durch Kevin Hermansa, der von Mario Kilian mustergültig bedient wurde (46.). Der hatte danach zweimal sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Einmal (aus sieben Metern) zielte der Torjäger zu hoch (48.), beim zweiten Versuch bediente er Boris Bajic statt selbst den Abschluss zu suchen (49.). Zuvor war schon Henrik Heinemann an Torwart Göhler gescheitert (47.). Eine vielversprechende Drangperiode, die aber abrupt wieder abbrach. „Wir konnten den Druck nicht aufrecht halten“, gestand Hendrik Schmidt.

Stattdessen übernahm der spielfreudige Gast wieder das Kommando. Wie gehabt mit Felix Schulz als ständigen Gefahrenherd. Der in der 63. Minute bewies, dass er auch Tore vorbereiten kann. Seinen Querpass verwertete Sascha Fricke zum vorentscheidenden 3:1 (62.). Sein 25. Saisontor blieb ihm danach trotz guter Chancen verwehrt. Dessen ungeachtet dürfte er sich bei den Melsungern eindrucksvoll in Erinnerung gebracht haben. • Melsungen: Nödel - Lohne (46. Germeroth), Ruppert, Wenderoth, Raabe - Hermansa, Bajic - Heinemann, Schmidt, Frommann - Kilian. Eschwege: Göhler - Stromczynski, Brill, Sankiewicz - Montag, Bezzone - Kaufmann, Fricke (87. Ulrich), Dreyer, Hanna (89. Schmidt) - Schulz. SR: Winkler (Warburg). Tore: 0:1 Schulz (1.), 0:2 Schulz (27.), 1:2 Hermansa (46.), 1:3 Fricke (62.). Foto: nh

Von Ralf Ohm

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