Verbandsliga: KSV Hessen II verpasst trotz 5:0-Erfolg den Sprung auf Platz zwei

Kantersieg zum Abschluss

Zweikampf in der Luft: Kassels Alexander Schüler (rechts) spielte gegen Bad Hersfeld an der Seite von Jens Wörner im defensiven Mittelfeld. Hier ist er beim Kopfballduell mit SVA-Kapitän Sebastian Schuch zu sehen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Wochen hat die zweite Mannschaft des KSV Hessen Kassel einen versöhnlichen Saisonabschluss geschafft. Zwar verpassten die Junglöwen aufgrund des Schwalmstädter Siegs den Sprung auf Platz zwei, doch schlechte Stimmung herrschte nach dem 5:0 (2:0)-Heimsieg gegen Absteiger Bad Hersfeld nicht.

Nach zwei Großchancen der Gäste zu Beginn übernahmen die Junglöwen die Kontrolle. Erst scheiterten Oliver Scherer und Taekhyun Lee noch aus der Distanz, dann markierte Tobias Bredow das 1:0 (28.). Jens Wörner hatte Rolf Sattorov in Szene gesetzt, der dann für Bredow auflegte. Bad Hersfeld zeigte wenig Gegenwehr, sodass René Ochs nach tollem Pass von Wörner aus dem Mittelfeld schnell auf 2:0 erhöhen konnte (36.).

Nach dem Seitenwechsel kamen erneut die Asbacher zu den besseren Chancen, doch Kassel machte die Tore. Mit dem 3:0 durch Ochs nach Vorarbeit von Sattorov war die Entscheidung gefallen (59.). Bredow nutzte einen Abstimmungsfehler der Gäste zum 4:0 (61.). Den Abpraller eines Lee-Schusses brachte letztlich Wörner zum 5:0 im Tor unter (63.). Nach drei Kasseler Wechseln war die Luft bei beiden Mannschaften raus.

Abschiede vor dem Anpfiff

Vor dem Anpfiff hatten die KSV-Verantwortlichen vier Spieler verabschiedet. Lee verlässt Kassel Richtung Heimat Südkorea und Sinan Üstün wechselt nach Lohfelden. Marco Heussner (nach Berlin) und Andrej Cheberenchuk verlassen aufgrund beruflicher Veränderungen den Verein.

„Vor ein paar Wochen war unser Ziel natürlich ein anderes, das ist enttäuschend“, kommentierte Trainer Thorsten Hirdes den missglückten Saisonendspurt. „Aber jetzt müssen wir einen Strich ziehen und können mit Blick auf die gesamte Saison sehr zufrieden mit dem Geleisteten sein. Im Nachhinein muss ich sagen: Es war mehr drin.“ Für Hirdes war die verbesserte Defensive (zweitbeste der Liga) der Schlüssel zu 18 Saisonsiegen. „Wir können mit der Saison zufrieden sein, auch wenn das Ende bitter war“, äußerte sich Kapitän Scherer ähnlich wie Mitspieler Wörner.

Bereits vor dem Spiel hatten Karl-Heinz Wolf (sportlicher Leiter Jugend) und Volker Wörner (Nachwuchsleiter) die überraschende und zugleich erfolgreiche Entwicklung der Mannschaft gelobt.

Von Gregory Dauber

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