Kapitäne sprechen über das Verbandsliga-Derby zwischen Baunatal und Bosporus

Katluhn und Rega im Interview: „Wir hatten einige heiße Duelle“

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Abwehrchef und Kapitän bei Aufsteiger GSV Eintracht Baunatal: Jörn Katluhn.

Baunatal/Kassel. Dieses Derby des ersten Spieltags der Fußball-Verbandsliga hat es in sich. Zwei Aufsteiger treffen aufeinander, Baunataler Stadtteil gegen Kasseler Nordstadt.

Kapitän und Torhüter von Verbandsliga-Neuling FC Bosporus: Antonio Rega.

Zu diesem Nachbarschaftsduell könnten ähnlich viele Zuschauer auf die Langenbergkampfbahn (Sonntag, 15 Uhr) kommen, als tags zuvor zum Hessenliga-Derby ins Baunataler Parkstadion. Wir haben vor dem brisanten Auftakt mit den Kapitänen gesprochen –Jörn Katluhn (Eintracht Baunatal) und Antonio Rega (FC Bosporus).

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an den Gegner denken?

Jörn Katluhn: Gegen Bosporus hatten wir zuletzt schon einige hart umkämpfte, heiße Duelle. Es macht riesigen Spaß, gegen sie zu spielen. Ich freue mich, den Toni auch mal wieder zu sehen.

Antonio Rega: Ich habe ein Jahr Landesliga bei der Eintracht gespielt – eine tolle Zeit. Sechs Jahre später habe ich mit dem FSV Kassel – als Gruppenliga-Aufsteiger – zum Saisonauftakt mit 0:4 mächtig einen drauf bekommen.

Kommt das Derby am ersten Spieltag recht?

Katluhn: Bosporus ist ein guter Auftaktgegner – besser als gegen eine weiter entfernte Mannschaft. Der FC bringt viele Zuschauer mit. Das wird zusätzlich noch ein paar Prozentpunkte herauskitzeln.

Rega: Gleich in Großenritte mit den vielen Fans zu spielen – das ist ein schweres Los. Wir hätten zu Beginn lieber gegen eine Mannschaft gespielt, die schon letztes Jahr in der Verbandsliga dabei war. Die Eintracht ist kämpferisch sehr, sehr stark. Wir können Probleme bekommen, wenn wir uns den Schneid abkaufen lassen.

Was ist die größte Herausforderung in dieser Saison?

Katluhn: Wir müssen immer Gas geben, im Training ehrgeizig bleiben und auch nach Niederlagen nicht die Köpfe hängen lassen. Die für den Klassenerhalt nötigen Punkte zu holen, geht nur über Willen.

Rega: Wir müssen die neuen Spieler gut integrieren. Wenn das nicht gelingt, kann bei uns schnell mal jede Menge Aufregung sein, und man verfällt in Panik. Wichtig ist, früh viele Punkte zu holen.

Welche Erkenntnis nehmen Sie aus der letzten Gruppenliga-Saison mit?

Katluhn: Es ist nicht mehr gegeben, dass wir eine Mannschaft unterschätzen können. Letzte Saison waren wir meist der Favorit, nun sind wir in den meisten Spielen eher der Außenseiter. Mit dieser veränderten Rolle müssen wir zurechtkommen.

Rega: Eines haben wir gelernt – und zwar ruhig zu bleiben. Wie in der Relegation gegen Bronnzell. Alles war aussichtslos. Wir haben aber Ruhe bewahrt und am Ende 5:0 gewonnen.

Was sind noch Ziele in Ihrer Fußball-Karriere?

Katluhn: Ich möchte helfen, die Eintracht in der Klasse zu etablieren. Diese tolle Truppe gehört auch wegen des guten Umfelds in die Verbandsliga.

Rega: Eines meiner schönsten Erlebnisse war ein U-18-Länderspiel. Aber letzte Saison war noch schöner, was ganz Besonderes. Die Bosporus-Fans haben uns nach dem Aufstieg die Füße geküsst.

Auf was freuen Sie sich am meisten beim Derby?

Katluhn: Endlich in die Punktserie zu starten und zu zeigen, dass wir zu Recht wieder in der Liga zurück sind. Wir gehören dort hin.

Rega: Neben der Kulisse freue ich mich darauf, das erste Spiel in der Verbandsliga mit einem türkischen Verein aus Nordhessen bestreiten zu dürfen. Wir dürfen sozusagen Geschichte schreiben.

Ihr Tipp?

Katluhn: 2:1 für uns.

Rega: Wir gewinnen 2:0.

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