Aufstiegsrunde zur Hessenliga: Darmstadt muss gegen FCS auf Kalbfleisch verzichten

Kelvin Kings gute Erfahrungen

Treffen sich am Samstag wieder: Darmstadts Fabian Windeck (links) und Schwalmstadts Steven Preuß. Foto: Hahn

Darmstadt/Ziegenhain. Es ist kurios: Im Sommer 2015 stiegen der FC Ederbergland (33 Punkte), RW Darmstadt (32) und der 1. FC Schwalmstadt (6) gemeinsam aus der Fußball-Hessenliga ab. Nachdem alle drei Vereine die abgelaufene Runde als Vizemeister ihrer jeweiligen Verbandsliga-Staffel abgeschlossen haben, messen sie sich nun in der Aufstiegsrunde. Den Anfang machen am Samstag (17 Uhr) in Darmstadt die Rot-Weißen und der FCS.

„Bis vor sechs Wochen war der sofortige Wiederaufstieg nicht unser Ziel. Doch nachdem wir 2016 kein Spiel verloren haben, wollen wir jetzt auch hoch“, betont Kelvin King. Der Ex-Profi, der bis zur Regionalliga für Borussia Fulda, Wehen-Wiesbaden und Eintracht Frankfurt II spielte, rechnet im Heimspiel mit bis zu 1000 Zuschauern.

King hätte sich die Extrapartien mit seinem Team nach dem Durchmarsch vom zwischenzeitlichen zwölften Platz nach dem zehnten Spieltag ersparen können. Denn zum Abschluss kam es zum Gipfel bei Viktoria Urberach. Dieser endete 0:0 - und machte die Viktoria zum Meister. „Relegation ist aber ein Riesenerlebnis mit Endspielcharakter“, weiß der 43-Jährige.

1995 feierte er in Sandhausen mit Frankfurt II gegen Pforzheim den Aufstieg in die 3. Liga über die Zusatzrunde. Damals hatte der beinharte Verteidiger Top-Talente um sich, die kurz danach Bundesliga spielten: Oka Nikolov, Matthias Hagner, Matthias Becker und Matthias Dworschak etwa. Punktgleich Erster vor der SGE II wurde seinerzeit der SC Neukirchen mit Trainer Karl-Heinz Wolf.

Nicht nur mit der Relegation, auch mit dem FCS verbindet Darmstadts Coach gute Erinnerungen. Am 28. März 2015 gewannen die Rot-Weißen in Ziegenhain nach Toren von Mirkan Kara, Andreas Klug, Felix Kalbfleisch und Muharrem Reka mit 4:0. Erst kurz zuvor hatte King das Zepter von Arndt Hornicek übernommen. Kapitän Kalbfleisch fällt nun allerdings nach einer Schulter-Operation aus. Kara (1. FC Eschborn) und Reka (SV Walldorf) verließen das Team nach dem Abstieg wie andere Stammkräfte. Das sind Gründe, warum die Rot-Weißen um Abräumer Fabian Windeck nur schwerlich in die Erfolgsspur fanden.

„Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um voran zu kommen. Die Jungs haben den Kampf angenommen und sind eine starke Einheit geworden“, lobt Kelvin King sein Team. Worte, die auch für Schwalmstadt zutreffen. Und die (siehe Hintergrund) vielleicht sogar beide unverhofft schnell zurück in die Hessenliga führen. Foto: nh

Von Sebastian Schmidt

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