Verbandsliga: Mengsberg freut sich über ersten Sieg nach der Winterpause

Kloskes Freistoß saß

Ballsicher: TSV-Torschütze Philipp Kloske schirmt hier den Ball vor Willingens Manfred Feistner (r.) ab. Foto: Hahn

Mengsberg. Freistöße sind im Fußball eine mittelschwere Sanktionsmaßnahme. Das wahre Ausmaß der Bestrafung offenbart sich für die Mannschaft, die zuvor gegen die Spielregeln verstoßen hat, aber erst nach deren Ausführung.

Dem SC Willingen brach diese Standardsituation gar das Genick. Besser gesagt Mengsbergs Kunstschützen Marcel Fischer und Philipp Kloske, die mit ihren feinen Toren einen 0:1-Rückstand nach Botts Elfmetertor (2.) in eine 2:1-Führung verwandelten und damit den Grundstein zum 3:2-Erfolg des heimischen Fußball-Verbandsligisten legten.

Bei Fischers Schuss ins Netz (4.) aus 20 Metern half auch das Glück etwas nach. „Eigentlich wollten ich auf das lange Ecke zielen, doch dann rutschte mir der Ball über den Spann“, bekannte der Schütze. Trotzdem passierte der Ball (flach) die Mauer, weil Willingens Verteidiger hochsprangen - und ihr Torwart Wilke machtlos war. Ebenso bei Kloskes Versuch, der aus halblinker Position das Leder kunstvoll ins kurze Ecke zirkelte. „Meine Lieblingsposition“, freute sich der TSV-Torjäger.

Danach kontrollierte Mengsberg das Spiel, das so turbulent begonnen hatte. Die Gastgeber stellten nun die Räume besser zu und zeigten auch im Umschaltspiel gute Ansätze. Der starke Mike Kleinmann hatte in der 34. Minute gar das 3:1 auf dem Kopf, zielte aber nach Hainmüllers Freistoß nicht genau genug.

Auch Willingens wachsender Druck nach der Pause konnte der Elf vom Engelhain nichts anhaben. Die verteidigte geschickt, vor allem hoch, so dass schon das Aufbauspiel der Upländer hakte. Und hatte sogar die besseren Chancen, als etwa Fidans Kopfball knapp über die Latte strich (62.).

Die Frage lautete: Konnte der TSV diesen Laufaufwand durchhalten? Er konnte, wobei Daniel Hainmüller im Strafraum wegräumte, was weg zu räumen war, während ihm Sechser Kleinmann mit seinem vorbildlichen Stellungsspiel schon die meiste Arbeit abnahm. Also musste das 3:1 durch Marcel Reitz (79.) nach einem Konter doch eigentlich die Entscheidung sein.

War es aber nicht. „Diese Tor hat uns wohl auf die falsche Bahn gebracht“, erklärte Philipp Kloske die auf einmal nachlassende Konzentration, die Tim Schade noch den Anschlusstreffer ermöglichte (86.). Immerhin: Das Zittern erhöhte die Freude über den erste Sieg des Aufsteigers nach sechs Spielen. Der wiederum sorgte für neue Hoffnung auf den Klassenerhalt. • Mengsberg: Nikocevic - Dingel (75. Krähling), Hainmüller, Fischer, Fitzke - Kleinmann, Möller - Fidan Reitz - Fydrych (77. Dorfschäfer), Kloske. Willingen: Wilke - Feistner, T. Schade, Emde (28. B. Schade), Ph. Ullbrich - Keindl, Schumann (85. Gutmann), Bott, Butterweck (38. Albers) - M. Ullbrich, Kesper. SR: Orschulok (Wattenbach). Tore: 0:1 Bott (2., FE), 1:1 Fischer (4.), 2:1 Kloske (13.), 3:1 Reitz (79.), 3:2 T. Schade (86.).

Von Ralf Ohm

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