Findet Fußball-Verbandsligist BC Sport zu Hause gegen Hünfeld Weg aus der Krise?

Kouays Tore und die Wette

Kaum zu halten: Auf die Schnelligkeit und Torgefährlichkeit von Karim Kouay, der hier am Vellmarer Justin Schumann vorbeizieht, setzt der BC Sport auch gegen Hünfeld. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel. Für Fußball-Verbandsligist BC Sport verlief die Saison bisher nicht zufriedenstellend, für Mittelfeldspieler Karim Kouay schon. Der 23-Jährige erzielte in 21 Begegnungen 13 der 29 Tore des abstiegsbedrohten Teams.

Vor der Heimpartie des 29. Spieltags gegen den Zweiten Hünfelder SV am Samstag (15.30 Uhr, Sportplatz Scharnhorststraße) braucht Kouay noch zwei Tore. Dann hat er einen Kasten Bier gewonnen.

Vor der Saison nahm Trainer Wolfgang Zientek Außenspieler Kouay zur Seite, fragte ihn, ob er wisse, wie schnell er eigentlich sei. „Früher habe ich auf dem Weg zum Tor oft abgebremst, jetzt bin ich mehr auf das Tor fixiert“, sagt der gebürtige Kasseler, der beim Spielverein 06 das Fußballspielen lernte.

Die Zahlen belegen die Verbesserung des 23-Jährigen. Schoss er in den Spielzeiten zuvor fünf, sechs Tore, fehlen ihm derzeit noch zwei Treffer, um die Wette mit 15 Treffern zu gewinnen.

BC Sport fehlt echter Knipser

Scherzhaft kündigte Zientek schon an, seinen besten Schützen auszuwechseln, sollte dieser an der 15-Tore-Marke kratzen. Aber der Ex-Vellmarer hat für den Fall der Fälle schon einen Plan ausgetüftelt, wie er die Wette sicher gewinnen kann. „Sollte ich noch einmal treffen und wir bekommen einen Elfmeter, habe ich mit Sammy Ghebramlak, unserem etatmäßigen Elfer-Schützen ausgemacht, dass ich dann schießen darf.“

Was sind indes die Ursachen für die Misere des Traditionsklubs, der als Drittletzter acht Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz hat (vielleicht reicht auch der fünftletzte Platz), zuletzt vor fünf Monaten gewann und jüngst gegen drei direkte Konkurrenten der Kürzeren zog? „Hätten wir wie andere Verbandsligisten einen richtigen Mittelstürmer, einen richtigen Knipser, wäre die Lage für uns nicht so bedrohlich, wie sie jetzt ist“, sagt Kouay, der in dieser Saison mit einer Schultereckgelenkssprengung und einem Innenbandriss schon zwei schwere Verletzungen überstanden hat.

Nichtsdestotrotz ist sich der 23-Jährige sicher: „Wir werden die Klasse halten, auch wenn keiner mehr an uns glaubt. Vielleicht kommt so ein Spiel gegen Hünfeld jetzt gerade recht, in dem wir keinen Druck haben. Vielleicht können wir für eine Überraschung sorgen.“ Möglicherweise mit dem 14. Saisontor des Offensivspielers. Ob ihn dann Trainer Zientek angesichts der 15-Treffer-Wette wirklich auswechselt, ist wohl doch eher fraglich.

Von Sebastian A. Reichert

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