Melsunger FV braucht Torschützen und sucht Kapitän – Mengsberg ist wieder dran

Wer kriegt Beetz’ Binde?

Mit Köpfchen: Mengsbergs Kapitän René Dingel (re.) spielt den Ball vor dem Melsunger Christian Dobler-Eggers. Links im Hintergrund beobachtet MFV-Schlussmann Sascha Beetz die Szene, der nach der Winterpause zum Spielertrainer aufsteigt. Foto: Hahn

Schwalm-Eder. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben die Fußballer des Melsunger FV (9. Platz, 25 Zähler, 24:26 Tore) und die von Neuling TSV Mengsberg (14., 16, 21:32) in der Verbandsliga bislang gepunktet. Was die Hoffnungen nährt, dass die Bartenwetzer auch ihre fünfte Serie nach dem Wiederaufstieg 2010 erfolgreich beenden können, während die Engelhainer erstmals den Verbleib auf diesem Niveau sichern wollen.

Sascha Beetz ist dementsprechend zufrieden. „Punktetechnisch sind wir voll im Soll. Wir wollen auf einem einstelligen Platz bleiben“, sagt der Schlussmann. Weswegen es verwundert, dass sich der MFV und Coach Michael Wilhelm nach nur sechs Monaten zum 31. Dezember trennen (wir berichteten) und noch mehr, dass weder Wilhelm noch der Verein dafür eine Begründung liefern (wollen). Beetz und Timo Rudolph, die als Spielertrainer-Duo fungieren, blicken derweil nach vorn.

Zu den Gewinnern zählt Philipp Ruppert (kam von Kreisoberligist Spangenberg), der sich in der Abwehr einen Platz erkämpfte. Auch Ibrahim Zahirovic (kam von Neuental/Jesberg) hat überzeugt. Mit Angreifer Carlos Michel ließ zuletzt ein Eigengewächs aufhorchen, das aber in der Restrückrunde der A-Jugend von Trainer Günther Schmidt zum Aufstieg in die Gruppenliga verhelfen soll.

Für Verbandsliga-Tore sollen nicht nur Mario Kilian und Nick Krug (beide 8 Treffer und damit zwei Drittel aller MFV-Tore) sorgen. „Die Bilanz ist ausbaufähig. Es ist niemandem verboten zu treffen“, sagt Beetz augenzwinkernd und hofft besonders auf Henrik Heinemann, der sich nach einer wahren Verletzungsodyssee zurückgekämpft hat, Allrounder Hendrik Schmidt sowie Christoph Grunewald, der seine Schussstärke fast nur im Training zeigt.

Dann können die Melsunger eine Vorgabe der neuen Trainer erfüllen: „Wir müssen mal wieder eine Serie starten“, findet Beetz, der mit der Beförderung seine Kapitänsbinde zur Verfügung stellt. Denn seiner Elf gelangen nie zwei Siege in Serie, umgekehrt verlor Melsungen aber auch nicht zwei Mal am Stück.

Was Serien angeht, hat Mengsberg deutlich mehr vorzuweisen. Mit 26 ungeschlagenen Spielen war der TSV im Sommer aufgestiegen, ließ sich auch in der Verbandsliga vom dritten bis siebten Spieltag nicht schlagen, ehe eine Krise folgte. Nur zwei Punkte holte die Elf von Trainer Mario Selzer, verlor acht Mal in Folge und konnte Ausfälle von Leistungsträgern wie Mike und Mirco Kleinmann, Philipp Kloske und Daniel Hainmüller nicht kompensieren. „Wenn wir vollzählig gewesen wären, hätten wir sicher mehr Punkte. Zum Glück hatten wir uns vor der Saison so verstärkt, dass wir nun den besten Kader haben, seitdem ich in Mengsberg bin“, findet Kapitän René Dingel. Allen voran Dennis Dorfschäfer nutzte die Gunst der Stunde und spielte sich in seinem ersten Jahr bei den Senioren in den Vordergrund. Auch Gian-Luca Sanzone und Emre Sekmen, die beide aus der Kreisliga kamen, haben Potenzial für die Verbandsliga angedeutet.

Mit sieben Punkten aus den letzten drei Begegnungen vor der Winterpause schaffte das Team den Anschluss ans rettende Ufer. Großen Anteil daran hatte Tobias Girschikofsky. Der 20-Jährige, der nun in der Pause eine Bänderdehnung auskuriert, steigerte sich von Spiel zu Spiel zu einem starken Rückhalt. Künftig soll er sich den Part im Tor mit Sacir Nikocevic (kommt aus Schwalmstadt) teilen, während Lars Berger kürzer tritt, aber Torwarttrainer bleibt.

Von Sebastian Schmidt

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