Verbandsliga: Junglöwen siegen 2:1 gegen Sand – später Foulelfmeter entscheidet

KSV-Geduld wird belohnt

Akrobatische Ballannahme: Der Sander Andre Wicke (in weiß) holt den Ball mit einer beinahe gymnastischen Einlage vor Kassels Tobias Bredow aus der Luft. Foto: Schachtschneider

Kassel. Spielerisch bot die Reserve des KSV Hessen Kassel den rund 100 Zuschauern sicherlich keinen Leckerbissen, die Ausbeute stimmte jedoch. Mit 2:1 (1:1) gewannen die Junglöwen in der Fußball-Verbandsliga gegen den SSV Sand. Die Kasseler trafen dabei zweimal vom Elfmeterpunkt.

Die Gäste zeigten früh, warum sie für ihre Spiel- und Kombinationsstärke bekannt sind: Der SSV kam anfangs zu deutlich mehr Abschlüssen, die allerdings ungefährlich blieben. Die Gastgeber fanden zunächst schwer ins Spiel, Torchancen blieben in Abwesenheit von Spielmacher René Ochs Mangelware. „Sand stand hinten sehr kompakt, es war nicht leicht“, meinte KSV-Stürmer Rolf Sattorov.

Nach 25 Minuten verpasste der Sander Steffen Klitsch frei vor dem KSV-Tor den Ball nur um wenige Zentimeter, im Gegenzug hatten die Gäste dann großes Glück. Marco Dawid ging auf der rechten Seite bis zur Grundlinie, wo er Torwart Johannes Schmeer hinter sich ließ um für Sattorov abzulegen. Dessen Schuss klärte SSV-Verteidiger Robert Garwardt auf der Linie eindeutig mit dem Arm, das Schiedsrichtergespann ließ jedoch unter großem Kasseler Protest weiterspielen.

Vor dem gegnerischen Tor blieben die Gäste gefährlicher: Zunächst klärte Junglöwe Nael Najjer vor dem einschussbereiten Klitsch (30.), dann entwischte Klitsch dem früh eingewechselten Eray Ecevit und legte für Daniel Wagner vor, der das 1:0 markierte (32.). Nach einem Foul an Tobias Bredow entschied das Schiedsrichtergespann doch noch auf Foulelfmeter für Kassel, Kapitän Murat Osmanoglu verwandelte (39.).

Kurz nach dem Seitenwechsel rettete KSV-Torwart Christoph Winterhagen stark im Eins-gegen-eins gegen Wagner (48.). Sand hatte erneut den besseren Start erwischt, die Kasseler Defensive entschärfte die meisten Angriff jedoch, bevor sie gefährlich wurden. Beide Teams wollte den Sieg, das war zu spüren. Nach einem Freistoß von Tino Schulze ließ Schmeer im SSV-Tor nur abklatschen, ehe er den heraneilenden Dawid von den Beinen holte (82.). Sattorov machte mit dem zweiten Strafstoß für den KSV den 2:1-Sieg perfekt, die Schlussoffensive der Gäste brachte letztlich nichts Zählbares mehr ein.

„Wir haben schon deutlich bessere Spiele gemacht und diese dann trotzdem verloren. Es waren drei klare Elfmeter für uns. Heute zählen nur die drei Punke“, kommentierte KSV-Trainer Thorsten Hirdes.

Von Gregory Dauber

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.