Jens Wörner ist der spielende Co-Trainer beim KSV Hessen II – viel Lob von Chef Ede Wolf

„So lange die Beine mich tragen“

Kassel. Mittlerweile in der dritten Saison hintereinander fungiert Jens Wörner bei Fußball-Verbandsligist KSV Hessen Kassel II als Co-Trainer – seit dieser Spielzeit auch ganz offiziell.

Seit der Winterpause ist er nun nicht mehr Kapitän, um sich noch mehr auf die Arbeit als Co-Trainer konzentrieren zu können. „Ich sehe mich aber nach wie vor mehr als Spieler“, sagt der Routinier vor dem Heimspiel gegen den SC Willingen (Sonntag, 15 Uhr, G-Platz).

Regelmäßig zwei (von drei bis vier) Trainingseinheiten in der Woche leitet Wörner in dieser Saison allein, in enger Abstimmung mit Trainer und Jugendleiter Karl-Heinz Wolf, der so die Möglichkeit hat, sich mehr um die Organisation und Ausrichtung des gesamten Nachwuchsbereiches beim KSV zu kümmern. Den größten Verdienst daran, dass es für die U 23 in der sechsten Liga derzeit so gut läuft, habe Wolf, sagt Wörner. „Er ist eine Konstante, die gerade eine junge Mannschaft benötigt. Er ist ein ausgeschlafener Fuchs, er steht für Kontinuität, und er kann eine junge Mannschaft hervorragend führen.“

Der Trainer gibt die Komplimente indes gern zurück an seinen verlängerten Arm. „Jens ist ein guter, intelligenter Fußballer mit einer klaren, deutlichen Ansprache. Ich schätze an ihm seine Zuverlässigkeit und seine Gradlinigkeit.“ Viel gelernt hat Wörner vom jetzigen U-15-Nationaltrainer Andre Schubert. Unter dem einstigen Trainer des FC St. Pauli kickte der heute 32-Jährige in der A-Jugend in Baunatal und mit ihm gemeinsam später auch noch in der ersten Mannschaft der Baunataler.

Selten schwer verletzt

Von der Fitness her kann Wörner locker noch mit den jüngeren Junglöwen mithalten. Das ist ihm wichtig, und dieses Feedback lässt er sich regelmäßig auch zur Kontrolle von seinen Freunden geben – zum Beispiel von René Ochs oder Nima Latifiahvas. Ein Zehenbruch in dieser Saison war nach einem Kreuzbandanriss vor zehn Jahren dabei die schwerste Verletzung, mit der Wörner fertig werden musste: „Ich war noch nie der Schnellste, aber ich weiß mittlerweile, welche Wege ich mir zum Beispiel sparen kann.“

In dieser Saison will Wörner mit der Regionalliga-Reserve möglichst den Platz im oberen Tabellendrittel behaupten – und der zuletzt meist als Innenverteidiger eingesetzte 1,81 , große Co-Trainer ist diesbezüglich auch optimistisch. „Die meisten großen Brocken haben wir ja schon hinter uns.“ Persönlich kann es für Wörner durchaus so wie gerade gern noch ein bisschen weitergehen. „So lange die Beine tragen, will ich Fußball spielen. Dafür macht es mir einfach zu viel Spaß.“

Von Sebastian A. Reichert

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