Dank Last-Minute-Tor feiert Schwalmstadt schmeichelhaften 3:2-Sieg im Nachbarduell gegen Bad Hersfeld

Lindenthal lässt den FCS jubeln

Im Laufduell: Schwalmstadts Siegtorschütze Leon Lindenthal (rechts) verfolgt in dieser Szene Andreas Pannek (SVA) . Foto: Hahn

Treysa. Nein, damit hatte beim 1. FC Schwalmstadt wohl niemand mehr gerechnet. Da hatte der heimische Fußball-Verbandsligist nach der Pause ein zuvor überlegen geführtes Spiel völlig aus der Hand gegeben, folgerichtig gegen den SVA Bad Hersfeld den Ausgleich kassiert und hätte sich aufgrund dieses Spielverlaufs wohl auch mit dem zwischenzeitlichen 2:2 zufrieden gegeben. Doch dann erkämpfte sich Peter Liebermann in der eigenen Hälfte den Ball, schickte Steven Preuss, der den Ball auf Leon Lindenthal verlängerte. Und der hatte keine Mühe, mit dem letzten Angriff und seinem Treffer die Weichen doch noch auf Sieg zu stellen - 3:2.

„Ein bisschen glücklich war das schon“, bekannte der Angreifer, der tags zuvor bei der A-Jugend schon viermal getroffen hatte. „Glücklich“, weil Bad Hersfeld in der zweiten Hälfte die klar bessere Mannschaft war, „während bei uns nicht mehr viel zusammen lief.“

„Unsere spielerische Linie war weg“, bekannte auch FCS-Trainer Hans Schweigert, der nach dem völlig verdienten Ausgleich durch den agilen Daniel Hanslik (70.) befürchten musste, dass sich seine Elf zum Start in die Rest-Rückrunde sogar eine Niederlage einfing. Doch der eingewechselte Bekim Mustafi (72.) und Torschütze Hanslik (80.) vergaben durchaus mögliche Siegchancen für den abstiegsbedrohten Nachbarn. Umgekehrte Vorzeichen gegenüber der ersten Hälfte, als die Schwälmer nach leichten Anlaufproblemen und dem Sonntagsschuss von Lukas Müller-Siebert (15.) Kontrolle über Ball und Gegner übernahmen. Die Außenverteidiger Carlo Seck und Kevin Kutzner sorgten für den erhofften Druck und bei Standardsituationen hatten die Schweigert-Schützlinge die Lufthoheit.

So erzielte Fabian Seck den Ausgleich per Kopf nach einem Lutz-Eckball (25.). Und nach einem schönen Lindenthal-Solo war Carlo Seck aufgerückt, um aus kürzester Distanz zum 2:1 zu vollenden (39.). Bis dahin hatte SVA-Torwart Witold Sabela (gegen Matthias Lutz in der 20. und gegen R. Seck in der 33. Minute) verhindert, dass der FCS seine Überlegenheit in Tore ummünzen konnte.

Umso überraschender, dass sich nach dem Wiederanpfiff das Blatt wendete, was auch einer Systemumstellung von SVA-Coach Fabian Kallee (von 4:4:2 auf 4:2:3:1) geschuldet war. Umso größer dessen Enttäuschung, „dass wir uns für unser mutiges Spiel nicht belohnen konnten.“ Die Anerkennung seines Kollegen war da nur ein schwacher Trost. • Schwalmstadt: Nikocevic - Kutzner, F. Seck, Lerch, R. Seck (80. Hakaj) - Lutz, Preuss, Liebermann - Lindenthal, Erdem (64. Cetinkaya), Wolf (89. Brandner). Bad Hersfeld: Sabela - Schreiber, Ebinger, Pannek, Mainz (80. Ewald) - Chr. Wiegand, Müller-Siebert - Ullrich (66. Mustafi), St. Wiegand, Hanslik - Schuch. Tore: 0:1 Müller-Siebert (15.), 1:1 F. Seck (25.), 2:1 R. Seck (39.), 2:2 Hanslik (70.), 3:2 Lindenthal (90.+2). Schiedsrichter: Rübe (Kassel). Zuschauer: 250.

Von Ralf Ohm

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