Verbandsliga: 1. FC Schwalmstadt verpasst beim 2:1 gegen Hünfeld höheren Sieg

Lindenthal sagt artig Danke

Hatten fast immer alles im Griff: Die Schwalmstädter Matthias Lutz (Mitte) und Jannis Lerch (rechts), die hier den Hünfelder Robert Simon den Ball streitig machen, und mit dem FCS 2:1 gegen den Osthessen gewannen. Foto: Hahn

Treysa. Von wegen Angstgegner! Fünf von sieben Vergleichen hatten die Fußballer des 1. FC Schwalmstadt gegen die des Hünfelder SV seit 2009 verloren, waren beim 1:3 im Hinspiel deutlich unterlegen. Jetzt haben sie sich revanchiert - und präsentierten sich im Rückspiel überlegener als es das 2:1 (1:0)-Endresultat vermuten lässt.

„Über 70 Minuten waren wir Hünfeld in allen Belangen überlegen. Das 4:3:2:1-System ist wie gemacht für uns“, freute sich Jan Henrik Wolf. Der Angreifer, der am heutigen Montag 23 Jahre alt wird, wirkte dabei erstmals seit seiner Knöchelverletzung aus dem Derby gegen Melsungen Ende November 2015 ohne Tapeverband mit und sprühte nur so vor Spielwitz.

Mit zwei Glanzparaden verhinderte HSV-Rückhalt Tim Gutberlet bei einem 18-Meter-Schuss (6.) und einem artistischen Abschluss (29.) einen Treffer des Rechtsaußen. Pech hatte Wolf zudem, als sein Freistoß den Weg an Freund und Feind vorbei ins Tor fand (17.), eine Abseitsstellung das mögliche 1:0 aber zunichte machte.

Gut für den FCS, dass die Gäste Einsicht hatten und den Weg für die längst überfällig Führung ebneten. Ferhat Yildiz war’s, der einen Aussetzer hatte und anstatt zu klären Leon Lindenthal das Leder im Strafraum vor der Füße schob. Der 19-Jährige nahm das Geschenk gern vom Silberteller auf und ließ sein fünftes Saisontor folgen (41.).

Das machte dem Tabellenzweiten Mut für den zweiten Durchgang. Eine starke Vorarbeit von Wolf nahm Preuß auf, suchte den Abschluss, obwohl er bedrängt von Yildiz durchaus einen Strafstoß hätte herausholen können. Der Kapitän setzte noch einen drauf und köpfte die anschließende Muster-Ecke von Matthias Lutz energisch zum 2:0 ein (48.). „Damit hat Steven die Kräfteverhältnisse gerade gerückt. Wir hätten allerdings noch das 3:0 machen müssen“, wusste Trainer Hans Schweigert um eines der wenigen Mankos.

Cetinkaya verpasst das 3:0

Chancen dazu boten sich Sefa Cetinkaya, der erst zu egoistisch agierte und seine Nebenleute ignorierte (56.), ehe Gutberlet bei seinem zweiten Versuch auf dem Posten war (70.). Danach entschieden sich die bis dahin ausschließlich passiven Gäste, auch etwas mitzuspielen. Doch die Hintermannschaft um die Seck-Brüder Ricardo und Fabian war stets auf der Höhe. Nur einmal nicht, als Christoph Neidhardt freistand und den Ehrentreffer schoss (82.). Ernsthaft zittern musste der FCS danach allerdings nur aufgrund der Kälte, nicht um den Sieg ob der Leistung des bisherigen Angstgegners. • FCS: Nikocevic - R. Seck, Lerch, F. Seck, Trümner (46. Kutzner) - Lutz, Preuß, Liebermann - Wolf (89. Huber), Cetinkaya - Lindenthal (84. Omerovic). HSV: Gutberlet - Helmke, Lekaj, Trabert (80. Klüber), Yildiz - Rehm, Belaarbi (46. Krenzer), Wahl, Krieger - Neidhardt, Simon. SR: Bauer (Fritzlar). Z: 80. Tore: 1:0 Lindenthal (41.), 2:0 Preuß (48.), 2:1 Neidhardt (82.).

Von Sebastian Schmidt

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