Gegentor als Weckruf für überzeugenden 1. FC Schwalmstadt

Lindenthals Dreierpack

Geherzt von seinen Mannschaftskameraden: Leon Lindenthal (Mitte), dreifacher Torschütze des FCS. Foto: Hahn

ziegenhain. Wenn ein Spieler nach 79 Minuten ausgewechselt sowie von seinen Mannschaftkameraden und den Zuschauern mit herzlichem Applaus verabschiedet wird, muss er etwas Besonderes geleistet haben oder hat zumindest sein Soll erfüllt. Wie Leon Lindenthal. Der Stürmer des 1. FC Schwalmstadt ging vom Platz, nachdem er drei Tore erzielt hatte - und damit maßgeblich am völlig ungefährdeten 3:1 (2:1)-Erfolg des heimischen Fußball-Verbandsligisten gegen die SG Schauenburg beteiligt war.

Der 19-Jährige selbst fand nichts Besonderes an seinem ersten Dreierpack bei einem Einsatz in der 1. Mannschaft. „So schwer war das nicht. Ich stand halt dreimal richtig“, bewertete der 19-Jährige sein Saisontore sieben, acht und neun. Und gab die Komplimente an seine Mitspieler weiter: „Alle drei Treffer waren hervorragend vorbereitet.“

Das erste durch einen genialen Pass von Jan Niklas Brandner, mit dem der Ex-Neukirchener die zuvor so kompakte Gäste-Abwehr ausmanövriert hatte (19.). Auch beim zweiten war er beteiligt d.h. auf die Reise geschickt von Jan Henrik Wolf, als der eine der raren Möglichkeiten nutzte, gegen den höchst defensiv eingestellten Aufsteiger einen Konter einzuleiten. Der diesen derart überrumpelte, dass Torjäger Lindenthal nach Brandners Zuspiel erneut freistand (28.). Einen nicht unerheblichen Anteil an seinem dritten Tor hatte Ricardo Seck, der kurz nach Wiederanpfiff (48.) auf dem rechten Flügel unwiderstehlich davon zog und uneigennützig wie präzis auf seinen Mannschaftskameraden flankte.

Genau das waren die angemessenen Mittel gegen die tief stehende Abwehr der Gäste und deren Abseitsfalle. Angewandt wurden sie auch bei aussichtsreichen Möglichkeiten von Jan Henrik Wolf (60., 62.) und Kevin Kutzner (64.), die jedoch beide an Torwart Hischemöller scheiterten. Ansonsten wurden die Schwalmstädter einige Male zurück gepfiffen, was jedoch an ihrem Sturmdrang wenig änderte.

Der wiederum wurde ausgerechnet durch das frühe (und umstrittene) Schauenburger Führungstor (11.) geweckt. „Danach waren wir zielstrebiber und haben eine gute Reaktion gezeigt“, erklärte Innenverteidiger Fabian Seck. Und bezog sich dabei insbesondere auf seinen jungen Sturmkollegen, „der im Moment alles trifft.“ • Schwalmstadt: Nikocevic - R. Seck, Lerch, F. Seck, Kutzner - Gerstung (71. Klaus), Hakaj (63. Brauroth) - Wolf, Preuss, Brandner - Lindenthal (79. Donath). Schauenburg: Hischemöller - von Dalwig, Bestmann, Scott, Huch - Heinemann, Heppner, Siebert (63. Schneider), Cedeno (75. Kaya) - Riehm, Schmidt. SR: Baumann. Tore: 0:1 Heimann (11.), 1:1 (11, 2:1 (28.), 2:1 (48.) Lindenthal.

Von Ralf Ohm

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