Portrait: Linksfuß mit Teamgeist

Reuter empfängt mit Verbandsligist Rothwesten den Hünfelder SV

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Stabile Seitenlage: Rothwestens Christoph Reuter (blaues Trikot) im Zweikampf mit Marius Müller (rechts) von Borussia Fulda.

Fuldatal/Immenhausen. Er ist einer der Dauerrenner der Fußball-Verbandsliga. Christoph Reuter hat bislang als einziger Rothwestener jeweils von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz gestanden.

Mehr Spielminuten haben vor dem Heimbegegnung gegen den Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr, Bergstadion) nur sieben andere Spieler von Teams mit bereits 19 absolvierten Partien auf dem Buckel, und einzig Tim Gutberlet, der Torwart des nächsten Gegners, hat davon wie Reuter bisher immer durchgespielt.

Dass der 25-Jährige, der vor der Saison von Gruppenligist TSV Immenhausen zum TSV Rothwesten wechselte, beim Fuldataler Sechstligist so eine gute Rolle spielt, kam für Reuter selbst nicht so überraschend. „Ich habe schließlich vorher schon 30 Partien bei Hessenligist Lohfelden gemacht“, sagt er. Und fußballerisch ist er auch gut ausgebildet, spielte die komplette A-Jugend beim SC Paderborn, besuchte dort ein Fußball-Internat.

„Christoph ist sehr fleißig, immer beim Training, ehrgeizig. Er ist auch von seiner umgänglichen Art und vom Teamgeist her in allen Belangen eine große Bereicherung für unsere Mannschaft“, lobt Trainer Patrick Klein den in Immenhausen-Holzhausen aufgewachsenen Linksfuß. „Er ist flexibel einsetzbar, macht viel für den Aufbau, ist sicher im Passspiel und überlegt im Torabschluss.“

Der Vater des 25-Jährigen ist Markus Reuter. Der spielte ebenfalls für Rothwesten und zuvor schon in den 1980er Jahren für den CSC 03 Kassel, unter anderem in der dritten Liga. „Ich fühle mich in Rothwesten ähnlich wohl wie zuvor in Grebenstein“, führt Christoph Reuter einen Grund an, warum es in dieser Runde so gut für ihn läuft.

Zudem kommt seine Fitness ihm zugute. Und die kommt nicht von ungefähr. „Ich bereite mich jedes Mal auf die Vorbereitung vor“, sagt der Holzhäuser. Und zwar mit Lauf-Einheiten und im eigenen Fitnessraum. Den hat sich der 25-Jährige mit zwei Freunden im Keller seiner Oma eingerichtet. Sieben Geräte stehen dort zur Verfügung. „Ich gehe jeden zweiten Tag dort trainieren, arbeite an der Kraftausdauer. Das ist fast wie eine Sucht bei mir.“

Immerhin scheint sich die Schinderei für Reuter zu lohnen. Von größeren Verletzungen blieb er bislang verschont. „Toi, toi, toi – der Ansatz einer Zerrung war bisher das Schlimmste, was ich hatte.“ Mit Rothwesten hat der als Innenverteidiger oder als Sechser eingesetzte Dauerrenner indes noch viel vor, würde gern auch in der nächsten Saison dort bleiben. „Wenn wir alles aus uns herausholen, können wir jeden in der Liga schlagen.“ Warum sollte es also am Sonntag nicht mit einer Überraschung gegen den HSV klappen? Reuter ist jedenfalls zu mindestens 90 Minuten Kampf bereit.

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