Verbandsliga: 1. FC Schwalmstadt lässt Bad Soden abblitzen – Starker Schiedsrichter Rabe zeigt zwölf Karten

Lutz veredelt Wolfs Doppelpack

Da kann er sich noch so sehr strecken: Bad Sodens Dimitrij Scheller (rechts) unterlag mit der SG beim 1. FC Schwalmstadt, für den Jan Henrik Wolf (links) als doppelter Torschütze glänzte. Im Hintergrund zu sehen sind Steven Preuß und Sefa Cetinkaya (2. v. r.). Foto: Hahn

Ziegenhain. Jan Henrik Wolf strahlte mit der Sonne um die Wette: „Wir sind eine eingeschworene Truppe und wissen, was wir drauf haben. Unser Vorteil ist, dass wir keinen Druck vom Verein bekommen und oben mitspielen wollen, nicht müssen.“ Die Folge: ein souveräner 3:0 (2:0)-Erfolg im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga gegen die SG Bad Soden, die dadurch wohl endgültig raus aus dem Aufstiegsrennen ist.

Wolf schwang sich zum Mann der ersten Halbzeit auf. Zum 1:0 traf der Ex-Lehnerzer humorlos in die Maschen, nachdem SG-Verteidiger Dimitrij Scheller über den Ball getreten hatte. Noch sehenswerter fiel das 2:0. Wolf hämmerte einen Freistoß aus 30 Metern wie an der Schnur gezogen ins Netz (42.). „Oh wie ist das schön“ skandierten die FCS-Fans nach diesem Traumtor. Es war der zwölfte Saisontreffer des Angreifers, der in der letzten Serie ohne Tor in der Hessenliga geblieben war, sich aber vor den Augen des künftigen FCS-Trainers Harald Hauer und dessen Co. Alexej Möller längst zum Leistungsträger gemausert hat.

Die größte Leistung des Teams war es anschließend, Ruhe zu bewahren. Denn es wurde ruppiger. Elf Gelbe Karten zeigte der starke Schiedsrichter Steffen Rabe. Hier gewann Schwalmstadts übrigens mit 6:5. „Bad Soden war der erwartet unangenehme Gegner“, wusste FCS-Coach Hans Schweigert. Hitzig wurde es vor allem, als sich Serkan Erdem und Bad Sodens Tuna Moaremoglu Kopf an Kopf gegenüber standen (67.) und es zu einer Rudelbildung kam, die Rabe mit Verwarnungen gegen beide bedachte.

Auch auf die Schwalbe von Halil Kutlu fiel der Unparteiische nicht herein (79.). Korrekt war ebenso, dass es nach einer feinen Einzelleistung von Kevin Paulowitsch nach einem Foulspiel von Fabian Seck Strafstoß für die Gäste gab. Hamid Noori trat an, fand jedoch ebenso in Sacir Nikocevic seinen Meister wie Kutlu, dessen Nachschuss der Torwart an die Latte lenkte (85.).

Das ist bemerkenswert, weil der 27-Jährige zuvor Krämpfe hatte. Kein Wunder, denn am Vorabend hatte er in der Reserve 90 Minuten als Stürmer ausgeholfen und sogar getroffen, allerdings fand des Tor wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung. Gezählt hat dafür das 3:0 gegen Bad Soden, das Matthias Lutz im direkten Gegenzug gelang. „Wir haben einen wichtigen Schritt gemacht, um bis zum Schluss oben mitspielen zu können“, frohlockte Hans Schweigert und fand sich in bester Gesellschaft. Ganz anders die Gäste: Noori leistete sich einen zweiten Fehlschuss, als er Lutz bei einem Freistoß abschoss und für diese Tätlichkeit „Rot“ sah (90.). • FCS: Nikocevic - R. Seck, Lerch, F. Seck, Kutzner - Gerstung (61. Brauroth) Wolf, Preuß, (74. Huber), Lutz, Cetinkaya - Erdem. SG: Gonzalez Garcia - Paulowitsch, Kress, Öyzer, Scheller - Dietz (61. Noori), Moaremoglu (74. H. Albayrak), A. Albayrak, Zuchowski (46. Kutlu) - Degermenci - Hassler. SR: Rabe (Burgwald). Z: 200. Tore: 1:0 Wolf (16.), 2:0 Wolf (42.), 3:0 Lutz (86.).

Von Sebastian Schmidt

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