Verbandsliga-Derby: MFV plagt Personalnot - Wörmann und Brauroth zurück

Macht der FCS alles klar?

Noch einmal gegeneinander: der Melsunger Hendrik Schmidt (l.) gegen FCS-Angreifer Leon Lindenthal. Morgen kommt‘s zum vorerst letzten Wiedersehen im Derby der Fußball-Verbandsliga. Foto: Hahn

schwalm-eder. Ganz im Zeichen des Abstiegskampfes steht das Verbandsliga-Derby auf der Melsunger Freundschaftsinsel (So. 15 Uhr). Besonders für den Gast. Der 1. FC Schwalmstadt hat zwar seine Ausgangsposition durch einen 3:1-Sieg im Nachholspiel beim SC Willingen erheblich verbessert, ist aber zum Nachlegen verdammt. Der Melsunger FV kann dagegen als bereits feststehender Absteiger „befreit“ aufspielen.

1.Die Ausgangsposition: Alles Rechnen hilft nicht mehr, zwei Spieltage vor Schluss ist der Melsunger FV nicht mehr zu retten. Schuld daran ist der 1. FC Schwalmstadt, der mit seinem vierten Auswärtssieg der laufenden Saison den Rivalen in die Gruppenliga stieß. Und nun im Abstiegskampf mit 33 Punkten gegenüber den noch mitgefährdeten Eintracht Baunatal (28 Punkte/noch in Lehnerz und gegen Eschwege), dem KSV Hessen II (30/bei Bosporus und gegen Rothwesten) sowie Rothwesten (32/gegen CSC 03 und beim KSV II) ganz gute Karten hat. Die Crux: Der FCS hat nur noch ein Spiel. Also muss, um ganz sicher zu gehen, ein Derbysieg her. Bei einem Remis kommt es auf die Ergebnisse der Konkurrenz an.

2.Die Form: Nur ein Sieg aus den letzten acht Spielen (bei sechs Niederlagen) sind nicht gerade ein Beleg für eine Melsunger Aufbruchstimmung im Abstiegskampf. Hinzu kommt nun die frühzeitige Gewissheit des Abstiegs. „Das ist natürlich keine gute Ausgangsposition. Aber wir werden alles geben, um uns würdig zu verabschieden“, sagt Kapitän Hendrik Schmidt. Schwalmstadts Aufwärtstrend (vier Siege aus den letzten fünf Spielen) wird dadurch getrübt, dass die Mannschaft immer mal wieder für einen Ausrutscher (wie beim 1:2 gegen Rothwesten) gut ist. „Wir sind noch nicht durch“, beschwört daher Trainer Christoph Keim seine Schützlinge.

3.Das Personal: Wer läuft beim MFV auf? Eine Frage, die sich Trainer Hubert Schramowski wohl bis kurz vor dem Anpfiff stellen wird. Denn: Zu den definitiven Ausfällen von Alexander Raabe, Niklas Rading und Tobias Frommann gesellen sich die angeschlagenen Mario Kilian und Nick Krug, die in dieser Woche noch nicht trainiert haben. Immerhin: Carlos Michel kehrt in den Kader zurück. Beim FCS fehlen weiterhin Jan Phillip Trümner, Fabian Seck und Steven Preuß, dafür sind Mario Wörmann und Timo Brauroth wieder dabei. Ebenso wie Peter Liebermann, der in Willingen ein Kurz-Comeback feierte.

4.Die Taktik: Aufgrund der angespannten personellen Lage lässt der MFV-Coach die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft erstmal offen. Anders sein Kollege. „Wir spielen auf Sieg“, kündigt Christoph Keim entschlossen an.

5.Die Bilanz: In insgesamt 14 Duellen hatte Schwalmstadt sieben Mal die Nase vorn, Melsungen fünf Mal. Im Hinspiel (0:0) teilten sich die Kontrahenten die Punkte. Fotos: Kasiewicz/nh

Von Ralf Ohm

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