0:3 gegen Hombressen

Fußball-Verbandsliga: Maslak sieht Rot, Türkgücü verliert

Berkay Aslan (vorn) und Nils Hofmeyer.
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Den Ball haben beide im Blick: Türkgücüs Berkay Aslan (vorn) und Nils Hofmeyer von der SG Hombressen/Udenhausen.

Dämpfer für den SV Türkgücü: Nach dem Überraschungserfolg gegen Johannesberg verlor der Fußball-Verbandsligist sein Heimspiel gestern Abend gegen die SG Hombressen/Udenhausen 0:3 (0:2).

Kassel – Dabei musste der Klub aus der Kasseler Nordstadt rund 75 Minuten in Unterzahl auskommen.

„Wir wollten dort anknüpfen, wo wir gegen Johannesberg aufgehört haben“, sagte Türkgücüs Trainer Ralf Rößler kurz nach Spielschluss. Das sah zu Beginn auch noch recht vielversprechend aus. Türkgücü präsentierte sich selbstbewusst, mutig, war wachsam in den Zweikämpfen und ließ den Ball gut laufen. Für den ersten Torabschluss sorgte Angreifer Enver Maslak, der allerdings an einer Fußabwehr von Hombressens Torwart Christoph Möller scheiterte (14.).

Dass das seine letzte gefährliche Aktion bleiben würde, ahnte er freilich noch nicht. Aber kurz darauf wurde der Torjäger zum Rotsünder. Nach einem heftigen Zusammenstoß zwischen Maslak und Innenverteidiger Tobias Mirwald, der wenig später verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, zückte Schiedsrichter Tobias Kroh zunächst die Gelbe und wenig später die Rote Karte. Die Verwirrung war groß, aber die Entscheidung stand fest. Und sie war hart. Vielleicht ein bisschen zu hart, da man Maslak in dieser Szene unter keinen Umständen Absicht vorwerfen konnte.

Türkgücü also nur noch zu zehnt. Aber immer noch mit mutig. Zumindest bis zum 0:1. Jonas Hampe hatte auf der rechten Seite mal ein wenig Platz, legte quer und fand Dominik Lohne. Lohnes verdeckte Direktabnahme schlug im kurzen Eck ein – Lukas Perzel im Tor von Türkgücü war machtlos (33.).

Den Gästen, die sich erst kurz vor dem Führungstreffer so langsam am Spielgeschehen beteiligt hatten, tat das Tor sichtlich gut. Und sie legten noch vor der Pause nach: Jacob Dittmer flankte von der linken Seite und Unglücksrabe Kevin Janek bugsierte den Ball ins eigene Tor (43.). „Wir haben lange mit angezogener Handbremse gespielt. Die Tore vor der Halbzeit waren aber sehr wichtig“, sagte Hombressens Trainer Marco Siemers, der sich kurz nach dem Seitenwechsel über den dritten Treffer freuen durfte. Türkgücü leistete sich im Aufbauspiel einen schwerwiegenden Fehlpass, Nils Hofmeyer legte vor, Dominik Lohne vollendete (51.). Und damit war das Spiel entschieden. „Wir haben uns bis zum Schluss gewehrt, aber die Rote Karte hat das Spiel entschieden“, ärgerte sich Rößler, für den es „im Leben keine Rote Karte“ war. (Raphael Wieloch)

Türkgücü: Perzel - Ghafari, Büyükata, Janek, Kwiedor - Gjoci (74. Sanori) - Özdemir, Aslan (70. Medeov), Eryilmaz (63. Eredzeb), Sukurma - Maslak

Hombr./Udenh.: Möller - Hampe (80. Carrier), Welker, Mirwald (23. Müller), Lüdicke - Schmidt, Hofmeyer (86. F. Geule) - Oberenzer, Dittmer, C. Geule - Lohne

SR: Kroh (Wichmannshausen) - Z: 120

Tore: 0:1 Lohne (33.), 0:2 Janek (43., Eigentor), 0:3 Lohne (51.)

Rote Karte: Maslak (16., Türkgücü, wegen groben Foulspiels)

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