FCS muss drei verletzte Spieler auswechseln – Beetz: 2:2 wäre logischer gewesen

Meier vergibt Siegchance

Kampf um den Ball: Die Schwälmer Mirko Rieck (Mitte) und Andre Meier (rechts) klären hier mit vereinten Kräften vor Melsungens Nick Krug. Foto: Hahn

Treysa. Der Blick vom Besucher geht auf die Aufstellung: Leon Lindenthal, Steven Preuß und Kevin Kutzner. Alle stehen in der Startaufstellung des Fußball-Verbandsligisten 1. FC Schwalmstadt im Derby gegen den Melsunger FV. Was den Zuschauer zu der euphorischen Aussage verleitet: „Dann gewinnen wir ja 6:0!“ Nunja. Am Ende hieß es in dem flotten Spiel auf dem Treysaer Kunstrasenplatz 0:0.

„Ein 2:2 wäre aber irgendwie logischer gewesen“, fasste MFV-Torwart Sascha Beetz die Partie zusammen. Denn vor allem die erste Hälfte hatte einige gute Chancen zu bieten. Zuerst mit leichten Vorteilen für den Gastgeber. So musste sich Beetz bei einem Schuss von Andre Meier mächtig strecken (11.).

Überhaupt zeigte sich Meier äußerst engagiert. Kein Wunder, denn für den Mittelfeldmotor war es das letzte Heimspiel im Dress vom 1. FC Schwalmstadt. Er wird im Winter nach München umziehen. Auf ihn kam auch noch gleich mehr Verantwortung zu. Denn erst musste Serkan Erdem raus (Zerrung) und wenig später brach bei Steven Preuß die alte Verletzung wieder auf. Jetzt hat der Kapitän Winterpause.

Auf dem Kunstrasenplatz brauchte es nur zwei, drei schnelle Pässe, um in Tornähe zu kommen. Melsungen verschob immer besser. So blieb es zur Verwunderung der 250 Derbyzuschauer beim torlosen Remis zur Halbzeit.

Nach der strittigen Situation in der 55. Minute (siehe Artikel auf dieser Seite) hatte der MFV mehr Chancen. Nick Krug traf den Außenpfosten (71.), der eingewechselte Ex-Schwälmer Tobias Frommann verdaddelte eine gute Kontersituation (77.) und kurz darauf lief Mario Kilian allein auf Nikocevic zu, wurde aber in letzter Minute von Fabian Seck abgelaufen. „Normalerweise macht er den rein“, meinte Beetz.

Die beste Möglichkeit des Spiels vergab allerdings Schwalmstadt. Nach einem Zuspiel von Kevin Kutzner nahm Meier den Ball volley im Strafraum, Beetz klärte spektakulär. „Kein Vorwurf an Andre. Das Remis geht schon so in Ordnung. Wer das erste Tor geschossen hätte, wäre als Sieger vom Platz gegangen“, sagte der auffällige Kutzner. So blieb das Derby diesmal ohne Sieger, womit aber beide Teams durchaus zufrieden waren. • Schwalmstadt: Nikocevic - Kutzner, Lerch, F. Seck, R. Seck - Meier, Preuß (23. Huber), Cetinkaya, Wolf (55. Gerstung) - Erdem (21. Rieck), Lindenthal. Melsungen: Beetz - Raabe, Rudolph, H. Schmidt, Lohne - Bajic, A. Schmidt - Michel (65. Frommann), Kilian, Heinemann - Krug (78. Stöhr). SR: Orschulok (Kassel) - Z. 250

Von Daniel Schneider

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.