Melsunger Kunstschützen entzaubern SVA

Melsungen. Warum einfach, wenn‘s auch kompliziert filigran geht? Warum klar herausgespielte Chancen kompromisslos nutzen, wenn die Mannschaft einige Geniestreiche auf Lager hat? Warum nicht, wenn allein die Tore von Philipp Ruppert und Nick Krug das Eintrittsgeld wert und die Grundlage von Melsungens 3:2 (2:0)-Erfolg gegen den SVA Bad Hersfeld in der Verbandsliga Nord waren.

Für solcherlei Überlegungen hatten die Gäste verständlöicherweise nichts übrig. Die beiden Treffer von Sebastian Schuch in der Schlussphase waren zu wenig und zu spät. „Mir blieb nichts anderes übrig“, entschuldigte sich Innenverteidiger Ruppert fast für seinen ersten Treffer im MFV-Trikot. Denn der Defensivmann stand nach Raabes formidabler Vorarbeit mit dem Rücken zum Tor, löste diese Situation aber auf traumhafte Weise, als sich das Leder aus 14 Metern über Torwart Panthen hinweg zum 1:0 (29.) ins Netz senkte.

Auch das 2:0 begeisterte alle – außer den Gästen. Melsungens Krug setzte sich an der Strafraumgrenze gegen Christoph Wiegand durch und hatte dann noch die Muße, den Ball halbhoch ins lange Ecke zu schlenzen (32.).

„Nach diesen Traumtoren haben wir den Faden verloren“, gestand SVA-Trainer Fabian Kallée. Doch seine Elf, vor dem Wechsel fast ohne Zugriff, kam nochmal zurück. Roger Domachowski leitete mit seinem 18-Meter-Schuss, den Sascha Beetz parierte (49.) eine Drangperiode ein, aus der sich die Bartenwetzer nach Schuchs Volleyschuss (71.) erneut kunstvoll befreiten.

Einen Konter fürs Lehrbuch sdchloss Carlos Michel zum 3:0 (76.) ab. Das war die Entscheidung, auch wenn der SVA Moral bewies. Und durch Sebastian Schuch (80., 89.) verkürzte. Ohne dass der MFV-Sieg noch in Gefahr geriet. Tore: 1:0 Ruppert (29.), 2:0 Krug (32.), 3:0 Michel (76.), 3:1 Schuch (80.), 3:2 Schuch (89.).

Von Ralf Ohm

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