Verbandsliga: Michels Tor vor der Pause der „Dosenöffner“ zum 4:0 gegen Aufsteiger

Melsunger Sieg mit Anlauf

Abgeblockt: Schauenburgs Hendrik Bestmann (l.) bleibt in dieser Szene an Melsungens Kevin Hermansa hängen. Am Ende feierte der nach dem Wechsel aufdrehende MFV einen ungefährdeten 4:0-Sieg. Foto: Hahn

Melsungen. Es war ein Sieg mit Anlauf. Am Ende ein hochverdienter, aber auch einer, der laut Sascha Beetz eines „Dosenöffners“ bedurfte. Dieses Attribut des Spielertrainers des Melsunger FV 08 galt dem Führungstreffer kurz vor der Pause durch Carlos Michel (43.), der nach dem Wechsel in der Tat neue Offensivkräfte beim heimischen Fußball-Verbandsligisten frei machte, so dass Aufsteiger Schauenburg mit dem 0:4 noch gut bedient war.

„Dieses Tor hat uns gut getan, denn danach konnten wir kontern“, erklärte Mario Kilian, zweifacher Torschütze in der zweiten Halbzeit (63. und 80.), die so ganz nach dem Geschmack der Gastgeber verlief. Die SG musste kommen, tat das eher zaghaft und eröffnete den Bartenwetzern so Räume, die diese konsequent und blitzschnell umschaltend zu nutzen wussten. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Daniel Hischemöller, der mit seinen Paraden gegen Mario Kilian (49.), Christoph Grunewald (54.), Nick Krug (69.) und erneut Kilian (77.) noch Schlimmeres verhinderte. So dürften ihm seine Kameraden den Patzer zum 4:0 (90.), als der SG-Schlussmann unfreiwillig den eingewechselten Riemenschneider bediente, locker verziehen haben.

Diese Melsunger Leichtigkeit war in der ersten Hälfte nur in Ansätzen zu sehen. Ganz genau zwischen der 16. und 18. Minute, als Carlos Michel, Torjäger Kilian und Alexander Raabe Torwart Hischemöller warm schossen. Schon hier vermutete Mario Kilian („Jetzt sind wir wach“) den Dosenöffner, musste sich aber wie die 200 Zuschauer noch etwas gedulden.

Denn die aufflackernde Melsunger Angriffsherrlichkeit verpuffte so schnell, wie sie gekommen war. Der MFV tat sich wie in der Anfangsphase schwer mit den zwei Viererketten des Gegners und leistete sich im Aufbauspiel zuviele Fehlpässe. Es fehlte (noch) die richtige Mischung zwischen Kurzpass-Spiel und langen Bällen. Bis den Melsunger Strategen diese Entscheidung durch den Spielverlauf abgenommen wurde. Dabei hätte es durchaus auch anders kommen können, denn unmittelbar vor dem 1:0 scheiterte Jan-Philipp Schmidt freistehend an Torwart Beetz.

Der freute sich indes über die „richtige Reaktion“ seiner Mannen auf die vorausgegangene Pokalpleite in Homberg. Die mündete in den dritten Sieg in der Meisterschaft hintereinander - und war damit zusammen mit dem „Dosenöffner“ von durchaus spielentscheidender Bedeutung. • Melsungen: Beetz - Stöhr, Rudolph, Ruppert, Hermansa - Grunewald, Bajic - Raabe (80. Lohne), Heinemann - Kilian (85. Riemenschneider), Michel (68. Krug). Schauenburg: Hischemöller - Hepner, von Dalwig, M. Schneider, Huch - Lecke (72. D. Schneider), Lang, Riem (46. Peter) - Bestmann, Klues - Schmidt. SR: Bierau (Biedenkopf). Z: 200. Tore: 1:0 Michel (43.), 2:0, 3:0 Kilian (63., 80.), 4:0 Riemenschneider (90.).

Von Ralf Ohm

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