Verbandsliga: Klassenerhalt „unrealistisch“, aber nicht als Schlusslicht absteigen

Mengsberg hat noch Ziele

Erste Trainererfahrungen: Mit Mike Kleinmann bildete Daniel Hainmüller in der Saison 2011/2012 ein erfolgreiches Spielertrainerduo. Nun will er es beim TSV mit Fabian Hett richten. Foto: Kasi

Mengsberg. Nein, ein Träumer ist Daniel Hainmüller nicht. „Unrealistisch“ findet der Mengsberger, der am Ende der Hinrunde zusammen mit Fabian Hett beim heimischen Fußball-Verbandsligisten das Traineramt übernahm, den Klassenerhalt. Angesichts eines Rückstandes von 16 Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz durchaus realistisch. Nur, welche Ziele bleiben den Selzer-Nachfolgern da noch?

Einige. „Wir wollen dokumentieren, dass wir in der Klasse nicht völlig fehl am Platze sind“, erklärt Martin Kubitschko, der Sportliche Leiter. Etwas dadurch, die Rote Laterne noch abzugeben, wozu sechs Zähler (derzeit auf den KSV Hessen Kassel II) aufzuholen sind.

Eine weitere Vorgabe: An die traditionell gute Rückrunde der Elf vom Engelhain anknüpfen, die ihr in der letzten Saison nach grandioser Aufholjagd sogar noch den Aufstieg bescherte. In der Spielzeit 2011/2012 schrammte die Mannschaft von Mike Kleinmann und Daniel Hainmüller nur ganz knapp am Klassenerhalt in der Verbandsliga vorbei - als Tabellensiebter der zweiten Halbserie.

Da machte der ehemalige Oberliga-Spieler seine ersten Erfahrungen als Spielertrainer. Nun wird der 30-Jährige wohl aufgrund von zwei Rückenverletzungen nicht mehr auf dem Feld eingreifen können und hat dadurch mehr Raum zum Coachen, während sein Kollege im TSV-Mittelfeld die Fäden zieht. „Ansonsten treffen wir alle Entscheidungen, die die Mannschaft betreffen, gemeinsam“, betont Daniel Hainmüller, der mit Fabian Hett zwei Jahre zusammen beim 1. FC Schwalmstadt spielte.

Einig sind sich die beiden über die Schwerpunkte der Vorbereitung: Fitness und Taktik. Die Konditionsarbeit hat mit einem freiwilligen Programm über die Feiertage schon vor dem offiziellen Trainingsbeginn begonnen. Es gilt nach diversen Verletzungen Leistungsträgern wie etwa Alexander Wesner und Dardan Rama, die in der letzten Saison ein Innenverteidiger-Paar der Extraklasse bildeten, wieder zu gewohnter Form zu verhelfen.

Und Talente wie Kevin Quehl, Gero Schuchardt, Felix Gies und Maximilian Sack (nach seiner Hüftoperation noch verletzt) ähnlich wie Dennis Dorfschäfer an das Verbandsliga-Niveau heran zu führen. „Auch sie sollen Verantwortung übernehmen“, sagt Trainer Hainmüller, der seinen Schützlingen zudem zwei verschiedene Spielsysteme (4:1:4:1 und 4:2:3:1) verpassen will: „Die müssen sie im Schlaf beherrschen.“ Dazu steht der Mannschaft zwei bis dreimal pro Woche sogar der neue Kunstrasenplatz in Neustadt zur Verfügung.

Keine schlechten Voraussetzungen also, um in der Verbandsliga doch noch das ein oder andere Ausrufezeichen zu setzen - und danach in der Gruppenliga erneut anzugreifen. Vielleicht mit Daniel Hainmüller auf der Bank, denn der hat an seinem neuen Job offensichtlich Gefallen gefunden. Allerdings verbunden mit der Idee, seine Spielerkarriere zu beenden. Foto: Kasiewicz/nh

Von Ralf Ohm

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