Selzer-Elf wehrt sich gegen spielstarken KSV vergebens – Mirco Kleinmann verletzt

0:2 - Mengsbergs Kaltstart

Ein Torwart mit Köpfchen: Mengsbergs Rückhalt Sacir Nikocevic (li.) klärt hier auf ungewöhnliche Weise vor dem Kasseler Yeon Woong Jung. Foto: Hahn

Mengsberg. Es war ein hartes Einsteigen von KSV-Mittelfeldspieler René Ochs gegen TSV-Angreifer Mirco Kleinmann. Eins mit Folgen: Der Gefoulte musste verletzt den Fußballplatz verlassen (28.), der Übeltäter war mit „Gelb“ dagegen gut bedient. Nachfolgend noch in Unterzahl, kassierte der TSV Mengsberg das erste Gegentor im Verbandsliga-Spiel gegen den KSV Hessen Kassel II und musste sich schließlich mit 0:2 (0:2) den favorisierten Gästen geschlagen geben.

Besonders ärgerlich für die Hausherren: Ausgerechnet Ochs verwertete wenige Minuten nach seiner Gelben Karte einen Scherer-Freistoß per Kopf zur 1:0-Führung für die Kasseler (35.). Und es sollte noch dicker kommen für den Aufsteiger. Nur eine Minute, nachdem der für Mirco Kleinmann eingewechselte Andrzej Fydrych einen Abklatscher des unsicheren Torhüters Dario Arndt nicht zum möglichen Ausgleich nutzen konnte (44.), erhöhte KSV-Kapitän Murat Osmanoglu mit einem von Mike Kleinmann an Alexander Schüler verursachten Foulelfmeter zum günstigen Zeitpunkt auf 2:0 (45.).

Die Elf vom Mengsberger Engelhain gestaltete die ersten 20 Minuten offen, konnte jedoch ihre Torchancen durch Philipp Kloske und Marcel Reitz (10.) sowie Mirco Kleinmann (16.) nicht nutzen. Doch auch der KSV hätte durch Tobias Bredow (8.) und Marco Dawid, der nach feinem Cheberenchuk-Steilpass frei vor TSV-Torhüter Nikocevic auftauchte (15.), schon führen können. Mit zunehmender Spieldauer erspielten sich die Gäste ein leichtes Übergewicht und verdienten sich die Führung. „Sie waren gedanklich meist einen Schritt voraus“, erkannte auch TSV-Trainer Mario Selzer die entscheidenden Vorteile beim KSV.

Seine Elf steckte nie auf, und kämpfte unverdrossen auch in der zweiten Halbzeit um den Anschlusstreffer. Der gelang nicht mehr, ebenso wenig der dritte Treffer für die Wolf-Elf. Weil sich die Abwehr der Gastgeber nun besser in Szene setzen konnte, der Angriff jedoch gegen die von Jens Wörner gut organisierte KSV-Defensive zumeist das Nachsehen hatte. So blieb es bei einem verdienten Erfolg für die Kicker von der Fulda. • TSV: Nikocevic - Dingel, Krähling, Rama, Fischer - Mike Kleinmann (72. Sekmen), D. Hainmüller - Reitz (62. Dorfschäfer), Mirco Kleinmann (35. Fydrych), Kloske, Fidan. KSV: Arndt - Cheberenchuk, Wörner, Mobarak, Scherer - Osmanoglu, Ochs - Jung, Schüler (86. Haidari), Dawid (86. Heussner), Bredow (77. Latifiahvas). SR: Ulbrich (Büdingen). Z: 120. Tore: 0:1 Ochs (35.), 0:2 Osmanoglu (45.).

Von Bernd Knauff

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