Mitsprache nötig

Ralf Ohm über den Trainerrücktritt beim 1. FC Schwalmstadt

Die Trainerentscheidung ist eine der wichtigsten und zugegebenermaßen schwierigsten Aufgaben der sportlichen Führung eines Vereins. Erfordert sie doch fast schon prophetische Gaben. Denn wer kann garantieren, dass mit dem neuen Mann auf der Bank sich der erhoffte Erfolg einstellt, ob die Chemie mit der Mannschaft auch in schwierigen Situationen stimmt.

Die Verantwortlichen des 1. FC Schwalmstadt haben zuletzt dreimal daneben gegriffen, denn weder Carlos Serrano (Saison 2015/2016), noch Harald Hauer/Alexej Möller (16/17) und nun auch Marco Schwab (17/18) entpuppten sich als die erhofften langfristigen und nachhaltigen Lösungen. Allen vieren ist gemein, dass sie bei der Mannschaft, aus unterschiedlichen Gründen, in Ungnade fielen. Und dass bei ihrer Installierung diese wenig bis gar nicht eingebunden war. Ein Fehler, auch wenn solche demokratischen Praktiken im Fußball noch die Ausnahme sind.

Nach Schwabs Rücktritt – eine durchaus respektable Entscheidung des 31-Jährigen, der im Abstiegskampf der Verbandsliga damit einen Impuls setzen könnte – hat der FCS nun die Chance, es im vierten Anlauf besser zu machen. Deshalb ist es eine gute Entscheidung, bis zur Winterpause auf Atilla Güven, einem hoch geachteten Trainer, zu setzen. Die Mannschaft kann sich im Wettbewerbsmodus ein Bild von seiner Arbeit machen. Und dann mitentscheiden, ob sie weiter mit ihm oder mit einem neuen Mann arbeiten will. Wenn sie die eigene Vereinsführung denn lässt. ohm@hna.de

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