Fußball-Verbandsliga: Kasseler haben 4:5 aus dem Hinspiel nicht vergessen

KSV Hessen II erwartet im Topspiel den Zweiten Bad Soden

Steht den Löwen wieder zur Verfügung: Usman Mobarak (links, hier im Zweikampf mit Schwalmstadts Leon Lindenthal) hat eine Rotsperre abgesessen. Foto: Hahn

Kassel. Der KSV Hessen Kassel II und die SG Bad Soden bestreiten das Spitzenspiel in der Fußball-Verbandsliga. Die beiden Teams kämpfen um den Relegationsplatz. Anpfiff der Partie ist am Sonntag um 15 Uhr auf dem G-Platz an der Damaschkestraße.

Das Restprogramm

Wer vom Verfolger-Trio Bad Soden (2./45:33/43), Schwalmstadt (3./49:33/42) und KSV Hessen II (4./55:35/40) das leichteste Restprogramm hat, ist schwer zu sagen. Die Junglöwen bestreiten mit zehn Partien noch eine mehr als der FCS. Der Zweite, die „Sprudelkicker“, hat noch elf Begegnungen zu absolvieren. Die Kasseler Regionalliga-Reserve hat den Vorteil, dass sie die letzten drei Spiele im heimischen „Löwenkäfig“ bestreiten wird.

Die Statistik

Seit Einführung der Verbandsliga 2008/2009 hat es noch kein Nord-Sechstligist über die Relegation in die Hessenliga geschafft. Zuletzt scheiterten Hünfeld (2014/15) und Schwalmstadt (2012/13). Sechsmal wurde keine Aufstiegsrunde ausgespielt. Gegner in den Qualifikationsspielen (ab eine Woche nach Saisonende) werden ausschließlich die Zweiten der Verbandsliga Mitte und Süd sein. Deshalb betont Klassenleiter Horst Riemenschneider, dass es sich um eine Aufstiegsrunde (und keine Relegation) handelt. Aufsteigen werden maximal zwei Teilnehmer.

Das Ziel

Bad Soden hat mehr oder weniger offen den Durchmarsch von der siebten in die fünfte Liga als Ziel ausgegeben. „Wir wollen Platz zwei verteidigen“, sagt Sead Mehic. Der 40 Jahre alte Ex-Profi von Kickers Offenbach hatte die SG in der Gruppenliga übernommen. Bei den Junglöwen sieht man die Lage etwas entspannter. „Aber nicht zu entspannt“, erklärt Trainer Thorsten Hirdes, „wir wollen das Maximum rausholen und werden alles dafür tun.“ Sollte die KSV-Reserve sportlich den Aufstieg schaffen, will der Verein ihn auch wahrnehmen.

Das Spitzenspiel

In der Hinrunde verloren die Junglöwen nach 0:5-Rückstand 4:5. „Das hat wehgetan und war erschreckend“, sagt Hirdes, der die Osthessen am Montag beim 1:1 in Rothwesten beobachtet hat. „Dass wir nach acht Minuten 0:3 zurückliegen, wird uns nicht noch einmal passieren. Soden hat überdurchschnittliche Spieler in der Offensive, ist aber in der Defensive verwundbar.“

Kassels Sinan Üstün ist privat verhindert. Usman Mobarak hat seine Rotsperre abgesessen. Bei den Gästen wiegt der Ausfall ihres Innenverteidigers Yannik Döhring (Kreuzbandriss) schwer.

Die Außenseiterchancen

„Es ist brutal eng alles zusammen“, sagt der Junglöwen-Trainer. Er glaubt, dass selbst im Titelrennen noch keine Vorentscheidung gefallen ist. „Es sind noch viele Mannschaften im Rennen. Es wird entscheidend sein, welcher Mannschaft es jetzt gelingt, die nötige Konstanz auf den Platz zu bringen.“ Selbst der Neunte Eschwege (33) als bislang einziger Steinbach-Bezwinger (4:3) hätte aufgrund aktuell noch deutlich weniger bestrittener Partien realistische Chancen auf Platz zwei.

Von Sebastian A. Reichert

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