Was war denn da los? Schwalmstadt verliert 4:5 und vermisst Torhüter Wörmann

Niederlage in nur 18 Minuten

Für Schwalmstadt im Tor: Dominic Weiland aus dem eigenen Kreisoberliga-Team (links) vertrat gegen Eintracht Baunatal den verreisten Mario Wörmann. Fotos: Hahn

Ziegenhain. In der Fußball-Verbandsliga musste der 1. FC Schwalmstadt am Samstag eine bedeutungsschwere 4:5 (2:5)-Niederlage gegen den GSV Eintracht Baunatal hinnehmen. Mit sechs Punkten Abstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz und nur noch sechs verbleibenden Spielen dürfte der Abstieg in die Gruppenliga kaum noch abzuwenden sein. Wie konnte das passieren? Wir blicken zurück auf die ausschlaggebenden Faktoren.

Die Tore: Das erste Baunataler Tor fiel in der 19. Minute, das letzte in der 37. – 18 Minuten reichten also aus, um die Gastgeber zu deklassieren. Dies ist vor allem auch deshalb überraschend, weil Schwalmstadt ambitioniert begonnen hatte und verdient mit 1:0 (11.) in Führung gegangen war. Fakt ist: Das erste Tor markierte eine Wende im Spiel, die sich die Gäste nicht selbst erarbeitet hatten.

Denn: Der Abschlag von FCS-Torhüter Dominic Weiland war nicht weit genug und wurde auf Höhe der Mittellinie abgefangen. Tim Kraus hatte dann leichtes Spiel, weil sich die Schwälmer Defensive noch nicht wieder formiert hatte. Die Tore zwei (Schmidt/24.) und drei (Löbel/31.) landeten dann rechts unten in der Ecke, aber Weilands Blick war verstellt. Das war allerdings nicht der Fall, als Willer zum 4:1 (33.) wieder rechts unten traf und schon gar nicht beim Freistoßtor von Löbel (37.) aus 40 Metern Entfernung.

Die Torhüter: Dominic Weiland aus der Kreisoberliga-Mannschaft des 1. FCS schien in den ersten 15 Minuten der Herausforderung durchaus gewachsen zu sein. Der 21-Jährige zeigte durchaus sehenswerte Paraden, ließ dann aber nach. Seinen Einsatz verdankte Weiland der urlaubsbedingten Abwesenheit des etatmäßigen Torhüters Mario Wörmann, der im Abstiegskrimi von Mitspielern und Trainer Keim schmerzlich vermisst wurde.

Der Schiedsrichter: Im Herbert-Battenfeld befand sich ein Schiedsrichterbeobachter. Die Beobachtungen finden in der Verbandsliga nicht ständig statt und dürften dem zuständigen Schiedsrichter Dennis Meinhardt aus Fulda nicht verborgen geblieben sein. Der Schiedsrichter gab zweimal Gelb-Rot, einmal eine Rote Karte und wirkte vielfach überambitioniert. Nach Spielende kam von beiden Mannschaften Kritik an der Leistung des Unparteiischen.

Von Martin Scholz

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