Melsungen 08: Mario Kilian sorgt mit 30m-Schuss für Ausgleich - Remis teuer bezahlt

Nödig Garant für Punktgewinn

Laufduell: Melsungens Florian Korell (r.) jagt hier dem Kasseler Muhammed Guelsen den Ball ab. Foto: Hedler

kassel. Ein Punkt, vier Verletzte und zwei Traumtore - der Verbandsliga-Auftakt des Melsunger FV 08 war nichts für schwache Nerven. Immerhin: Mit dem Ertrag beim 1:1 beim KSV Hessen Kassel II konnte der Gast laut MFV-Präsident Nils Weigand „sehr zufrieden sein“.

Ein Punktgewinn, der nicht zuletzt auf das Konto von Sebastian Nödel ging. Trotz Schmerzen aufgrund von Oberschenkelproblemen hielt der 20-Jährige „überragend“ (Weigand) - und seine Mannschaft im Spiel. Seine Parade bei Schmeers 20m-Schuss (18.) war eine von vielen Großtaten in der ersten Hälfte. Nur beim 20m-Dropkick der Verstärkung aus der Regionalliga-Mannschaft kurz vor der Pause war er machtlos (43.). Die einzige Melsunger Möglichkeit in der ersten Halbzeit vergab Tobias Frommann, der per Kopf an Schlussmann Winterhagen scheiterte (27.). Im Gegenzug zog Sebastian Schmeer knapp drüber.

Das Chancenübergewicht der Junglöwen war der ausgefuchsten Taktik der Gastgeber geschuldet. Die ließen die Melsunger kommen - und die tappten mit zahlreichen Fehlern im Aufbauspiel in die Falle. Ein gefundenes Fressen auch für den Ex-Waberner Fabian Korell, der zahlreiche Kasseler Konter einleitete. Zum Bruderduell kam es nach der Einwechslung von Florian Korell für den angeschlagenen Jan Hille (19.), ehe der MFV-Neuzugang die Partie ebenfalls mit dickem Knöchel beenden musste.

Auch Fabian Korell machte in der 47. Minute Bekanntschaft mit Nödings Reaktionsschnelligkeit, als er freistehend am Gästetorwart scheiterte. Dann nahm Mario Kilian nach einer abgewehrten Ecke Maß. Aus fast 30 Meter und so genau, dass der Ball in den Winkel zum 1:1 (60.) einschlug.

Der KSV reagierte mit wütenden Gegenangriffen - und auf einmal hatte Melsungen die Konterchancen, ohne daraus allerdings Kapital schlagen zu können. Nach einem langen Ball von Alexander Raabe war Offensivmann Frommann frei, kam aber nicht an Christoph Winterhagen vorbei (79.). Der Rest war „wilder Kampf“ (Weigand), der seinen Tribut forderte. Auf Melsunger Seite erwischte es nach Jan Hille und Szablos Szaras nun auch noch Sebastian Nödel, der immerhin mit stehenden Ovationen der MFV-Fans verabschiedet wurde. Als Anerkennung für dessen Verdienste für ein Remis, das die Gäste wesentlich positiver aufnahmen als die enttäuschten Gastgeber. • Melsungen: Nödel (80. Beetz) - Germeroth, Hille (19. Korell), Wenderoth, Hermansa - Frommann, Bajic, Schmidt, Heinemann - Kilian, Szaras (65. Raabe). Tore: 1:0 Schmeer (43.), 1:1 Kilian (60.). Bes. Vork.: Gelb-Rot für Bajic (90.+5).(ohm)

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