Verbandsliga: Melsungen muss sich mit Torjäger der Extraklasse auseinandersetzen

Melsunger FV: Die Null soll stehen

Soll über die Außenposition Druck entfachen: Melsungens Henrik Heinemann (rechts, hier im Zweikampf gegen Felsbergs Julian Sattelmacher) trifft am Sonntag auf Weidenhausen. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Klar, ein Fußballspiel gewinnt man nur über geschossene Tore. Aber für den Melsunger FV steht beim sonntäglichen Verbandsliga-Duell gegen SV Adler Weidenhausen (15 Uhr, Freundschaftsinsel) erst einmal so lange wie möglich das „zu null“ im Vordergrund. Aus gutem Grund, denn der Gast ist außergewöhnlich offensivstark.

Mit Sören Gonnermann stellt das Team von Trainer Rafal Klajnszmit den zweitbesten Schützen der Liga. In 15 Spielen hat der Stürmer bisher 17 Mal getroffen, davon auch einmal beim 4:0-Hinrundensieg der Adler. Nur einmal, ist man versucht zu sagen. In der Vorsaison setzte er Sascha Beetz nämlich gleich vier von insgesamt sechs Weidenhausener Treffern gegen die Bartenwetzer ins Netz. Seit 2011 gab es kein Spiel, in dem Gonnermann gegen den MFV nicht getroffen hätte, zumeist mehrfach. Klar, dass zuallererst ihm die Aufmerksamkeit gelten muss, wenn die drei Punkte an der Fulda bleiben sollen.

Einen Großteil dieser Aufgabe haben Hendrik Schmidt und Philipp Ruppert in der Innenverteidigung zu tragen. Wenngleich Timo Rudolph die Verantwortung verteilt wissen will: „Weidenhausen spielt offensiv flexibel, wir müssen auf mehr als diesen einen Spieler achten. Das ist nur über die mannschaftliche Geschlossenheit zu leisten“, sagt der Außenverteidiger.

Die nötigen Tore zum gewünschten Sieg wären dann eher Sache von Nick Krug oder Mario Kilian, denen Rudolph bis zum Saisonende noch viel zutraut. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die hängenden Außen Henrik Heinemann sowie der nach seinem Bänderriss genesene Alexander Raabe Druck über die Flügel machen.

Trotz eines deutlichen Aufwärtstrends mit nur einer Niederlage in den vergangenen acht Spielen sieht Weidenhausens Teammanager seine Adler nicht als Favorit an. „Ich erwarte ein enges Spiel, in dem sich der Sieger weiter von der Abstiegszone entfernen kann“, sagt Stefan Stederoth. Auch dass der MFV zuletzt in Fulda trotz Niederlage stark gespielt und in Lehnerz sogar gepunktet hat, ist für ihn ein Faktor: „Die werden jetzt umso motivierter sein“. (ko)

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