31-jähriger Mittelfeldspieler der KSV-Reserve steht stellvertretend für den Höhenflug

Ochs leitet die Junglöwen

Ein Techniker am Ball: KSV-Spieler René Ochs (rechts), hier im Duell mit dem Rothwestener Ullrich Siewert, will mit den Löwen in der Verbandsliga-Saison noch hoch hinaus. Foto:  Schachtschneider/nh

Kassel. Nach 130 Regionalliga-Begegnungen, 126 Hessenliga-Partien und 17 Verbandsliga-Einsätzen gibt es für René Ochs am Sonntag (15 Uhr, G-Platz) wahrhaftig eine Premiere. Der 31-Jährige in Diensten des noch ungeschlagenen KSV Hessen Kassel II spielt am achten Spieltag der Fußball-Verbandsliga zum ersten Mal gegen den SV Adler Weidenhausen.

Thorsten Hirdes sieht in dem Routinier einen wichtigen Grund, warum es für die Junglöwen in den ersten sechs Spielen bisher mehr als ordentlich gelaufen ist. „René trifft mit einer ungeheuren Ruhe am Ball sehr oft die richtigen Entscheidungen und spielt den finalen Pass in die Tiefe“, sagt der Junglöwen-Trainer. „Er ist sowohl von seinem sportlichen Können her als auch menschlich gesehen eine Leitfigur, an der sich die jüngeren Spieler ausrichten können.“

Dabei kann der mittlerweile im Zentrum spielende Ochs beruflich bedingt nur unregelmäßig trainieren. Zu zwei Spielen in dieser Saison kam er nachgefahren und wurde jeweils eingewechselt. Für die Verantwortlichen bei der Regionalliga-Reserve ist das kein Problem. Der 31-Jährige hatte das mit ihnen vor Saisonbeginn so abgesprochen. Nach seiner vor etwa einem Jahr abgeschlossenen Ausbildung hatte er wieder Lust auf Fußball. Durch das im Vergleich zu früher weniger gewordene Training hat Ochs indes etwas an Schnelligkeit eingebüßt. „Am Alter liegt es jedenfalls nicht unbedingt“, sagt René Ochs.

„Früher sind die Spieler mit dem Alter auf die Libero-Position gerutscht“, führt Ochs aus. „Ich bin dagegen von außen nach innen gezogen worden.“ Im Zentrum hat der 31-Jährige mehr Ballkontakte und kann das Spiel besser lenken, erläutert Hirdes den Schachzug. „Ich würde auch wieder auf den Außen spielen, aber in der Mitte kann ich der Mannschaft momentan mehr helfen“, meint der Mittelfeldspieler.

Und was will Ochs mit den Junglöwen in dieser Saison erreichen, was hält er für möglich? „Ich würde mich freuen, wenn wir um den Aufstieg mitspielen könnten, aber das 2:2 in Schauenburg zuletzt hat gezeigt, dass wir wie im letzten Jahr vielleicht noch zu viele Punkte bei Mannschaften liegen lassen, bei denen wir eigentlich gewinnen müssen, wenn es mit ganz oben klappen soll.“

Von Sebastian A. Reichert

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