Verbandsliga: MFV-Stürmer Korell wundert sich über Kulisse

Der Plan vom MFV- Coach geht auf: 0:0 gegen Schwalmstadt

Mühte sich: Melsungens Stürmer Florian Korell (links) im Zweikampf mit Schwalmstadts Kevin Kutzner.

Melsungen. Hellseherische Fähigkeiten bewies MFV-Coach Timo Rudolph im Vorfeld des Derbys, als er auf ein 0:0 tippte. „Jetzt will die Mannschaft, das ich ihr einen ausgebe“, sagte der Familienvater nach der Partie und lachte dabei verschmitzt.

Sein Plan, mit zwei Sechsern (Christoph Grunewald und Alexander Raabe) das Aufbauspiel des Gegners zu zerstören, klappte. Was vor allem an Grunewald lag. Der 29-Jährige spielte erst zum zweiten Mal nach langer Leidenszeit von Beginn an und gab dem MFV-Spiel eine kämpferische Komponente. „In einigen Situationen muss ich mich aber noch mehr reinhauen“, erklärte der Mittelfeldspieler nach der Partie.

Alles in das Derby haute Stürmer Florian Korell rein. Er zeigte sich verwundert über die Kulisse. Denn gerade mal 200 Fußballinteressierte lockte das Spiel ins Herbert-Battenfeld-Stadion. „Als ich hier mit Wabern vor einigen Jahren in der Verbandsliga gespielt habe, waren 1000 Zuschauer da. Das hier ist schon enttäuschend“, meinte der Stürmer, der in der ersten Halbzeit mit einem Drehschuss eine gute Chance hatte (45.), sich ansonsten aber schwer tat gegen die starke Schwalmstädter Innenverteidigung.

So konnte der Angreifer sein persönliches Saisonziel (15 Treffer) nicht weiter verfolgen, hat aber im nominell stark besetzten Sturm (Szabolcs Szaraz und Nick Krug wurden eingewechselt) derzeit die Nase vorn. „Der Konkurrenzkampf motiviert mich zusätzlich“, sagt Korell, der aus den nächsten drei Spielen (Lehnerz II, Eschwege, Bosporus) sechs Punkte anpeilt.

Lehnerz II ist zu Gast

Am Sonntag (15 Uhr, Freundschaftsinsel) erwartet der MFV den Lieblingsgegner TSV Lehnerz II. Die Hessenliga-Reserve steckt etwas im Umbruch. Topstürmer Marek Weber (Hünfeld) ging vor der Saison, am Montag wurde Marco Lohsse zum Trainer der ersten Mannschaft befördert. Dort war Henry Lesser vor ein paar Wochen überraschend zurückgetreten.

Trainer der zweiten Mannschaft ist jetzt Sedat Gören. Nicht zuletzt deshalb rechnet dessen Kollege Sascha Beetz damit, dass beim Gegner vermehrt Spieler aus der Hessenliga zum Einsatz kommen. Was ihn noch gefährlicher macht.(ts)

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