Verbandsliga: Schwalmstadt siegt nach 2:3-Rückstand noch mit 4:3 gegen Willingen

Preuß dreht den Spieß um

Sorgte für die 1:0-Führung: Schwalmstadts Ricardo Seck (rechts) hier im Zweikampf mit Willingens Kapitän Christoph Keindl. Foto: Hahn

Schwalmstadt. So ein Spiel gab es wohl selten im Ziegenhainer Herbert-Battenfeld-Stadion zu sehen: Der Fußball-Verbandsligist 1. FC Schwalmstadt gewann gegen Abstiegskandidat SC Willingen 4:3 (1:1). Dabei stand selbst ein Punktgewinn lange auf der Kippe. Denn bis zur 85. Minute lagen die Hausherren mit 2:3 zurück.

Erst als Steven Preuß per Kopf verlängerte, ein Willinger Spieler ebenfalls per Kopf zu klären versuchte und Leon Lindenthal zum 3:3 (86.) vollendete, wurde es wieder spannend. „Das war Abseits, ganz klar. Denn unser Spieler sorgt für eine unkontrollierbare Rückgabe“, ereiferte sich SCW-Coach Uwe Schäfer. Als sich alle 100 Zuschauer mit einem Punktgewinn abgefunden hatten, stieg Preuß noch einmal zum Kopfball hoch. Er traf das Leder nicht richtig, dennoch kullerte Willingens Torhüter Yannick Wilke das Spielgerät durch die Beine - 4:3 (88.). „Das war ein glücklicher Sieg“, wusste FCS-Trainer Hans Schweigert.

Erdem muss verletzt raus

Der Gastgeber bestimmte von Beginn an das Spiel. Schon nach 14 Minuten musste Torjäger Serkan Erdem verletzt ausgewechselt werden. Chancen gab es kaum. Erst als der eingewechselte Leon Lindenthal über Sefa Cetinkaya eine schnelle Kombination einleitete, hieß es 1:0 dank Ricardo Seck (26.). Trotz des Rückstands stand Willingen weiter passiv hinten drin.

Der FCS wusste damit nicht viel anzufangen. „Wir waren einfach nicht frisch im Kopf“, kritisierte Preuß. Nach einer Flanke stand Willingens Jan Albers plötzlich völlig frei im Strafraum. Sein Schuss zum 1:1 sah nicht unhaltbar aus (39.). Das war der erste Abschluss der Upländer überhaupt.

Nach der Pause wurde es noch schlimmer. Innenverteidiger Jannis Lerch verschätzte sich bei einem hohen Ball, fiel hin, so dass Christof Grosser leichtes Spiel hatte und die Gäste mit ihrem zweiten Torschuss in Führung brachte (48.). In der Folge gab es auf beiden Seiten viel Stückwerk.

Erst als Cetinkaya eine Ecke herausholte, wurde es spannend: Ecke Cetinkaya, Fabian Seck steigt zum Kopfball hoch - 2:2 (57.). Im direkten Gegenzug zog Willingens Patrick Plonka einfach mal ab und zwang FCS-Torhüter Sacir Nikocevic zu einer Glanzparade. Davon waren die FCS-Verteidiger ziemlich beeindruckt, denn bei der anschließenden Ecke stand Plonka völlig frei und brachte den Ski-Club abermals nach vorn (59.). Das lähmt die Angriffsreihe der Schweigert-Elf. Solange, bis Steven Preuß zweimal Köpfchen bewies und zusammen mit Leon Lindenthal für eine nicht mehr für möglich gehaltenen Wende sorgte. • FCS: Nikocevic - Huber, Lerch (55. Lutz), F. Seck, Liebermann - Gerstung (86. Ide) - Preuß, Cetinkaya, Wolf, R. Seck - Erdem (14. Lindenthal) SCW: Wilke – Albers, Trachte, Butterweck, Emde – Keindl – Plonka, Tesfu, Grosser – Kesper SR: Immig (Bad Sooden-Allendorf) – Z: 100. Tore: 1:0 R. Seck (26.), 1:1 Albers (39.), 1:2 Grosser (48.), 2:2 F. Seck (56.), 2:3 Plonka (59.), 3:3 Lindenthal (86.), 4:3 Preuß (88.).

Von Daniel Schneider

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