Aufstiegsrunde: Fußballfest vor Neuauflage – FCS gegen Ederbergland Außenseiter

Preuß sinnt auf Revanche

Da war der 1. FC Schwalmstadt noch auf Aufstiegskurs: Ricardo Seck bejubelt sein Tor zum 2:0, FCE-Torwart Alessandro Casella (l.) und Yannic Holzapfel sind geschlagen. Im Hintergrund freut sich Patrick Herpe (r.) Foto: Hahn/nh

schwalmstadt. Manche Erinnerung fällt schwer. Eine andere wird sogar lieber verdrängt. Diese dagegen elektrisiert. Der Rückblick auf ein Fußballspiel, das wohl niemand im Schwälmer Lager je vergessen wird. Und das nun am Samstag (Anstoß 17 Uhr) an gleicher Stelle (Herbert-Battenfeld-Stadion) und aus gleichem Anlass - die Aufstiegsrunde zur Hessenliga - eine Neuauflage erfährt.

„Das war ein geiles Spiel“, ist Jannis Lerch, Schwalmstadts Abwehrchef, gleich Feuer und Flamme. Obwohl der Defensivmann die Partie gegen den FC Ederbergland vor drei Jahren, bereits als FCS-Neuzugang feststehend, von der Tribüne aus verfolgte. Als einer von 1600 Zuschauern - so viele wie lange nicht mehr.

Ein wahres Fußballfest, ein Spiel auf des Messers Schneide, eine atemberaubende Auseinandersetzung zweier gleichwertiger, offensivstarker Teams - allerdings ohne Happy-End für die Gastgeber. Die durften sich nach einem Doppelschlag von André Meier (48.) und Ricardo Seck (49.) für zehn Minuten in der Hessenliga wähnen, ehe Dominik Karge (57. FE) und Oleg Schneider (58.) zum 2:2 ausglichen. Das reichte dem FCE, weil er in den drei Aufstiegsspielen insgesamt ein einziges Tor mehr als der FCS erzielt hatte.

Damals flossen Tränen, heute ist, wie Steven Preuß kämpferisch ankündigt, „Revanche angesagt“. Der Mittelfeldmotor ist einer von fünf Schwälmern (außer ihm Sacir Nikocevic, Fabian Seck, Kevin Kutzner und Ricardo Seck), die am 4. Juni 2013 dabei waren und die am Samstag ein Wiedersehen mit Michael Möllmann, Dominik Karge, Felix Nolte, Ingo Miß und Carlos Sabino feiern.

Die Voraussetzungen: ähnlich. 2013 war Ederbergland der Favorit und wollte nach 12 Jahren unbedingt in Hessens höchste Spielklasse zurück, Schwalmstadt nach einem Generationswechsel unter Trainer Christoph Keim Außenseiter, der mit dem zweiten Platz in der vorausgegangenen Runde schon mehr als erwartet erreicht hatte.

Psychologischer Vorteil

2016 ist die Ausgangsposition noch krasser. Die Spielgemeinschaft aus Battenberg und Allendorf will nach dem Hessenliga-Abstieg, den Trainer Vladimir Kovacevic nach der Ablösung von Harry Preuß im April 2015 nicht mehr verhindern konnte, unbedingt sofort in die Hessenliga zurück. Und war am vorletzten Spieltag schon mit einem Bein drin, ehe am letzten beim 0:4 gegen den VfB Gießen Gießen die Tabellenführung noch verspielt wurde.

Ein Fall von Nervenschwäche? Das 2:0 im ersten Aufstiegsspiel gegen Darmstadt (siehe unten) spricht eher dagegen. Trotzdem sieht FCS-Trainer Hans Schweigert seine Mannschaft, die ohne jeden Druck aufspielen kann, zumindest „psychologisch im Vorteil“.

Von Ralf Ohm

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