1. FC Schwalmstadt: Ziele sind nach Abstieg bescheiden wie nie

Gemeinsam für Schwalmstadt am Ball: (von links) Alessandro Seck, Leon Lindenthal, Trainer Carlos Serrano, Mirko Rieck und Sacir Nikocevic. Foto: Hahn

Ziegenhain. Sieben Jahre spielten die Fußballer des 1. FC Schwalmstadt in Ober- bzw. Hessenliga. In vier Saisons kämpfte der Verein um den Aufstieg aus der Landes- bzw. Verbandsliga mit.

Der siebte Platz in der Serie 2011/2012 war der schlechteste Rang seit der Verschmelzung von ESV Jahn Treysa und TuSpo Ziegenhain im Jahr 2003. Eine Position, die nach dem Umbruch in diesem Sommer ein Erfolg für die anstehende Runde wäre.

„Wenn wir einstellig bleiben und nichts mit dem Abstieg zu tun haben, wäre das klasse. Wichtiger ist aber die Perspektive für junge Spieler aus der Region“, weiß Carlos Serrano. Der neue Trainer, der für drei Jahre verpflichtet wurde, arbeitet mit einer Fohlen-Elf. Neun Talente sind aus der eigenen Jugend aufgerückt - das gab’s seit fast zehn Jahren nicht mehr beim FCS. Frisch und ohne Druck treten die Blau-Gelben an.

Das birgt auch Risiken. Denn die Angreifer müssen beweisen, dass sie für Tore in der Klasse gut sind. Auserkoren wurden zunächst Talent Leon Lindenthal und der langjährige Leistungsträger der Reserve, Benjamin Lossek. Aus dem Duo ist nun ein Trio geworden. Serkan Erdem, der eigentlich als Abgang l feststand, bleibt. „Das ist ein positives Signal, wir brauchen die Konkurrenz“, erklärt Serrano.

Verlässliche Qualität bietet sich dem neuen Coach in der Defensive. Um die Nummer eins im Tor streiten sich der zurück geholte Sacir Nikocevic (vom TSV Mengsberg) und Eigengewächs Alessandro Seck auf Augenhöhe. Fürs Abwehrzentrum bieten sich neben Jannis Lerch der formstarke Adonis Kacuri und Fabian Seck an. Davor ist Steven Preuß als Sechser gesetzt und hat von Steffen Bräutigam (zum SSV Sand gewechselt) die Kapitänsbinde übernommen. „Um uns braucht sich keiner Sorgen machen. Ich spüre ein starkes Wir-Gefühl im Verein und frischen Wind durch die Neuzugänge“, macht Preuß deutlich und fühlt sich einen Monat nach seinem 23. Geburtstag fast als Routinier.

Netter Nebenaspekt: Die Nachwuchskräfte helfen Preuß und den anderen, die geblieben sind, die Horrorsaison mit nur einem Sieg aus 32 Partien auszublenden. „Die Jungs kommen ohne Last, kennen nicht die negativen Emotionen, so dass alle einfach Spaß am Fußball haben“, sagt der Mittelfeldmotor. Und hofft, dass die beiden beruflich stark eingeschränkten Andre Meier und Timo Brauroth regelmäßig zur Verfügung stehen können.

Zwei Wermutstropfen gibt es vor dem straffen Auftaktprogramm gegen Eschwege (1. August), in Melsungen (9. August) und gegen Sand (12. August). Die Rückkehr von Jan-Philipp Trümner steht in den Sternen. Den älteren Bruder von Regionalliga-Spieler Benjamin (TSG Hoffenheim II) hat nach muskulären Beschwerden eine Blutvergiftung zurückgeworfen. Eigengewächs Jakob Gerstung weilt nach einem Zeh-Anbruch für vier Wochen in den USA.

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