Schlechte Nachricht vor Spielbeginn 

Verbandsliga: Punktabzug für Sand - 1:1 im Verfolgerduell

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Zu Fall gebracht: Nur regelwidrig kann sich Schwalmstadts 1:1-Ausgleichsschütze Leon Lindenthal (rechts) gegen den Sander Jonas Kaczenski durchsetzen, links Bastian Schäfer. 

Sand. Kurz vor Beginn des Spiels gegen Schwalmstadt erfuhren die Sander Spieler, dass der Mannschaft drei Punkte abgezogen werden.

Das Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga zwischen dem SSV Sand und dem 1. FC Schwalmstadt sah keinen Sieger. Beim Schlusspfiff stand ein 1:1 (1:1) zu Buche. Hätte Sand gewonnen, hätten sie die Schwälmer vom zweiten Tabellenplatz verdrängt und wären im Rennen um die Relegation nach oben geblieben.

Die Partie vor über 400 Zuschauern war jedoch schon vor dem Anpfiff entschieden. Denn 18 Stunden vor dem Anstoß erhielt SSV-Fußballchef Helmut Bernhardt vom Hessischen Fußball-Verband (HFV) die Nachricht, dass Sand wegen des fehlenden Unterbaus im Jugendbereich drei Punkte abgezogen bekommt und 500 Euro Verwaltungsgebühren an den HFV bezahlen muss. Alle Sander Jugendspieler von den A- bis zu den G-Junioren spielen in der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Bad Emstal/Niedenstein).

Die SSV-Spieler erfuhren die Hiobsbotschaft unmittelbar vor dem Spiel, So ging es für sie nur noch um die viel zitierte goldene Ananas. Vielleicht war es die Wut in ihrem Bauch, dass sie loslegten wie die Feuerwehr und in der ersten halben Stunde mehr als das 1:0 durch Steffen Klitsch (31.) hätten erzielen müssen. Die Führungsfreude war jedoch nur von kurzer Dauer, gelang im direkten Gegenzug Leon Lindenthal (32.) nämlich der Ausgleich.

Sand diktierte auch nach dem Seitenwechsel überwiegend das Geschehen und hätte den Chancen nach den Dreier für sich reklamieren können. Allein Tobias Oliev hatte mutterseelenallein vor dem Kasten von Gästekeeper Sacir Nikocevic drei Mal aus kürzester Entfernung das Siegtor auf dem Stollenschuh, zeigte aber Nerven. Auf der Gegenseite musste SSV-Schlussmann Johannes Schmeer einmal bei einem Schuss von Steven Preuss sein ganzes Können zeigen.

SSV-Trainer Peter Wefringhaus: „Hut ab vor meiner Mannschaft, die nach der Schocknachricht nicht den Kopf in den Sand steckte, sondern spielerisch und kämpferisch überzeugte. Lediglich bei der Chancenverwertung haperte es.“ Sein Kollege Hans Schweigert war mit dem Punktgewinn zufrieden. „Wir hatten Glück, dass Sand die spielerische Dominanz nicht zählbar umsetzen konnte.“

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