Hiobsbotschaft für Rothwesten vor Spiel gegen Flieden: Erneut Kreuzbandriss bei Müller

Regisseur fällt Monate aus

Wieder Kreuzbandriss: Rothwestens Mirko Müller (rechts), hier im Zweikampf mit dem Baunataler Volkan Altindag, muss erneut eine lange Pause in Kauf nehmen. Foto:  Hedler/nh

Kassel. „Ganz bitter.“ Gerhard Siewert, Trainer von Fußball-Verbandsligist TSV Rothwesten, bringt die Empfindungen nach der Verletzung von Mirko Müller auf den Punkt.

Der 26-Jährige riss sich beim 3:2 beim FC Bosporus erneut das Kreuzband. Bereits vor zwei Jahren hatte der Spielmacher der Fuldataler dieselbe Diagnose am selben Knie erhalten. Beim TSV ist der Schock angesichts der Verletzung vor dem Heimspiel am sechsten Spieltag gegen den SV Buchonia Flieden (Sonntag, 15 Uhr, Bergstadion) groß.

„Ich habe sofort gemerkt, dass da was gerissen ist“, schildert Mirko Müller seine Eindrücke, als das Kreuzband riss. Gegenspieler David Döring war bei einer Rettungsaktion von Müller am eigenen Strafraum beim Stand von 3:0 für die Gäste unglücklich auf das Knie des Simmershäusners gefallen. „Überhaupt kein Vorwurf an David. Er hat sich schon bei mir gemeldet und entschuldigt, aber das war einfach ein dummer Zufall. Das Risiko ist ja immer da, wenn man auf den Platz geht.“

Ausfall wiegt schwer

„Mit Mirko haben wir Bosporus an die Wand gespielt und 3:0 geführt. Nachdem er raus musste, haben wir fast noch verloren“, verdeutlicht TSV-Trainer Gerhard Siewert, wie schwer der zumindest monatelange Ausfall seines Regisseurs wiegt. „Der Schock war natürlich groß, aber auch die Klasse von Mirko hat uns gefehlt.“ Bei der Verletzung war auch das Implantat gerissen, dass nach dem ersten Kreuzbandriss 2014 eingesetzt worden war. Auf Müller warten deswegen in den nächsten Wochen sogar vielleicht zwei Operationen.

Dabei war es für den 26-Jährigen gerade gut gelaufen. Zum Saisonstart urlaubsbedingt noch nicht zur Verfügung stehend hatte der Mittelfeldspieler die von Siewert nach dem Weggang mehrerer Leistungsträger geforderte Rolle als Führungsspieler zuletzt immer besser ausgefüllt. Dass der TSV (7./11:10/10) seine letzten beiden Partien gewann und nach zuvor 1,25 Toren pro Spiel dabei drei Treffer pro Partie erzielte, lag auch wesentlich an den guten Auftritten Müllers, der in vier Spielen zweimal getroffen hatte.

„Die Anteilnahme von Mitspielern, Gegenspielern und Ex-Kollegen ist groß. Da habe ich mich sehr darüber gefreut. Auch der Verein unterstützt mich sehr“, sagt Müller, der Rothwesten auch aufgrund der Ausfälle von Nikolaj Eckhardt (Fußprellung) und Christoph Reuter (entzündete Patellasehne) nun vor einer nicht einfachen Restrunde sieht. „Alles, was wir über den Klassenerhalt hinaus schaffen können, ist Bonus.“

Die nächste Möglichkeit, zu punkten, gibt es jetzt gegen Flieden (6./12:11/10). Die Osthessen sind nach drei Niederlagen zum Auftakt nunmehr seit vier Partien ungeschlagen. Im zweiten Aufeinandertreffen der Saison trennte sich der Hessenliga-Absteiger am Mittwoch in Bad Soden 2:0.

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