Ein richtig faules Osterei

Verbandsliga: Sand kassiert gegen Steinbach eine bittere 0:1-Niederlage

Zweikampf: Steinbachs Kapitän Steffen Trabert (rechts) kann gegen den Sander Serdar Bayrak klären. Foto: Michl

Sand. Für die eigenen Fans unter den 100 Zuschauern hatte der SSV Sand im Nachholspiel der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Steinbach ein Überraschungsei parat.

Die Hausherren von Trainer Peter Wefringhaus ließen sich von den Gästen aus dem Vogelsbergkreis ein richtiges faules Osterei ins Nest legen. Nach dem Schlusspfiff verließen nämlich die Steinbacher als 1:0 (1:0)-Sieger den Platz.

Ein rundum zufriedener Gästecoach Jürgen Wiegand: „Ein Kompliment an meine Mannschaft, die nach ihrer Nullnummer am Karsamstag alles in die Waagschale geworfen und sich dafür auch verdient belohnt hat.“

Sands Trainer Peter Wefringhaus sprach den Steinbachern den verdienten Dreier nicht ab. „Abgesehen von der Schlussphase, als wir alles riskiert haben, blieb meine Elf vieles schuldig. Wir müssen jetzt kleinere Brötchen backen.“

Die Steinbacher versuchten von Beginn an mit viel Druck das Sander Aufbauspiel zu stören, wobei es ihnen die Platzherren auch mit ihren Kurzpassversuchen leicht machten. Ein klassisches Beispiel dafür ihr Führungstreffer. Im Angriff vertändelte Steffen Bernhardt in der gegnerischen Hälfte leichtfertig den Ball, der sofort auf den völlig allein gelassenen Florian Münkel (32.) gespielt wurde. Der konnte sich gegen den chancenlosen Keeper Johannes Schmeer jeden Winkel des Kastens aussuchen. Nach dem Seitenwechsel waren gerade einmal 120 Sekunden gespielt, als der eingewechselte Serdar Bayrak im Gästestrafraum klar von den Beinen geholt wurde. Doch hier blieb die Pfeife ebenso stumm wie wenig später, als SV-Abwehrspieler Tobias Becker in Torwartmanier einen Bayrak-Torschuss mit der Hand klärte.

In der Schlussviertelstunde spielt Sand dann Alles oder Nichts, selbst Schlussmann Schmeer schaltet sich in die Offensive mit ein. Doch der krönende Abschluss wollte trotz mehrerer Chancen den Sandern einfach nicht gelingen.

Von Reinhard Michl

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